Hier kommt die nächste Fortsetzung über Auslandssemester. Dieses Mal geht es um Chaos mit meinen Unikursen und einen Umzug…Viel Spaß.

Nach Weihnachten fing dann Mitte Januar die Uni wieder an. Ich hatte meine Kurse schon im Sommer gewählt und ich fand heraus, dass sich einige zeitlich überschnitten. Bei anderen stellte sich wieder heraus, dass sie auf Katalanisch waren. Also musste ich mehr oder weniger meinen kompletten Stundenplan für das zweite Trimester  ändern.
Eine Woche lang besuchte ich verschieden Kurse, überlegte, schrieb mich um und bewarb mich für neue Kurse. Aufgrund meiner Verpeiltheit verpasste ich ein paar Mal die erste Veranstaltung. Nach zwei Wochen hatte ich dann aber alles endgültig geklärt. Nun waren zum Glück alle meine Kurse auf Englisch. Ich nahm an zwei Journalismus Kursen teil und an einem PR Kurs. Zusätzlich dazu machte ich wieder einen Spanisch Kurs.
In den ersten paar Wochen lernte ich viele neue Erasmus Studenten kennen, die erst dieses Jahr in Barcelona angekommen sind. Meine Kurse machten mir mehr Spaß als im letzten Trimester. Allerdings ging mir der PR Kurs nach einer Weile ziemlich auf die Nerven. Der Kurs Journalism specialized in culture gefiel mir aber dafür umso besser und ich hatte die Möglichkeit jede Woche eine journalistischen Essay über ein kulturelles Thema zu verfassen.

In meinem letzten Eintrag über mein Auslandssemester habe ich beschrieben, dass wir „Probleme“ mit dem Strom hatte. Deshalb bezogen wir seit November nicht ganz legal unseren Strom. Das schien unseren Vermieter allmählich ein bisschen nervös zu machen und er teilte uns Ende Februar mit, dass wir innerhalb eines Monats ausziehen müssen.
Ich habe kaum Ahnung von spanischen Gesetzen, aber ich war mir ziemlich sicher, dass wir nichts gegen die Entscheidung unseres Vermieters machen konnten.
Also musste ich mir für den März eine neue Wohnung suchen. Das war gar nicht so einfach, denn ich brauchte nur etwas für einen Monat und niemand vermietet ein Zimmer für so kurze Zeit. Also suchte ich auf Airbnb und wurde  innerhalb von ein paar Tagen fündig. Aus Angst, dass ich sonst keine andere Wohnung mehr bekam, buchte ich ein Zimmer in einer Airbnb WG in El Born. Ein sehr schönes altes Viertel, zwar leider mit ein paar zu viele Touris aber dennoch sehr schön.

Ende Februar kam mich dann mein Freund besuchen. Wir verbrachten noch ein paar Tage in der alten Wohnung in Eixample, dann zogen wir zusammen um. Ich hatte riesen Glück, dass ich nicht alleine war, denn meinen riesigen Koffer, der bestimm 25 Kilo wog und die anderen Taschen hätte ich nie alleine tragen können. Nach einer etwas anstrengenden Metrofahrt (aufgrund des Gepäcks) kamen wir dann in El Born an. Natürlich gab es keinen Aufzug und nur eine sehr schmale Treppe. Das war nicht so spaßig mit dem Gepäck, besonders nicht für meinen Freund, der meinen großen Koffer schleppen durfte.
Oben angekommen wurden wir von einer Spanierin begrüßt, die gerade ausreichend Englisch sprach, um uns die Wohnung zu zeigen. Auf den ersten Blick schien alles ganz in Ordnung, die Wohnung war ziemlich alt und schön.

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Nachdem wir jedoch eine Weile allein waren fiel uns auf, dass meine Zimmertür nicht richtig schließt. Wir probierten rum und rüttelten an der Tür, aber es half alles nichts. Ich würde also für einen Monate mit einer kaputten Tür klar kommen müssen. Juhuu.

Mit meinem Freund habe ich dann noch ein bisschen Sightseeing gemacht und unsere Nachbarschaft erkundet.

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Passeig del Born, an dem auch meine Wohnung ist
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nahegelegener Park de la Ciutadella
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mit dem Arc de Triomf

Inzwischen wohne ich schon eine Weile in der Wohnung und ich habe mich mit der Situation arrangiert. Wirklich was daran ändern kann ich nicht.  Ist schon ein bisschen merkwürdig mit Fremden zu wohnen, besonders wenn die Tür nicht richtig schließt. Aber ich habe schon einige nette Gäste kennen gelernt.

Letzte Woche hatte ich meine letzten Abgabetermine und Klausuren. Und nächsten Samstag geht es schon zurück nach Deutschland. Diese Woche werde ich  all die Dinge in Barcelona machen, die ich bisher noch nicht geschafft habe. Und meine letzten Tage hier genießen.

Ich denke ich werde nach diesem Eintrag noch einen Abschlussbeitrag zu meinen Auslandssemester machen, also bleibt dran.

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