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Kunst und Kultur

Sorgt das Internet für mehr Demokratie?

Ich beschäftige mich im Moment für die Uni mit dem Thema Internet und Populismus. Dabei stoße ich immer wieder auf die Frage, ob das Internet für mehr Demokratie und für mehr politische Deliberation sorgt, oder nicht.

Natürlich gibt es viele Argumente, die für das Internet sprechen: Fast jeder ist in der Lage das Internet zu nutzen. Die Informationsübertragung und die Kommunikation sind dank des Internets unfassbar schnell und günstig. Jeder kann seinen eigenen Blog erstellen, in Foren unterschiedlichster Art diskutieren, oder Youtube-Videos zu jedem erdenklichen Thema hochladen. Umgekehrt hat jeder, der einen Internetzugang hat, die Möglichkeit diese Inhalte zu konsumieren.

Im Internet kann man zu jedem Thema Informationen und Communities finden, ob Star Trek Fanclub oder vegane und glutenfreie Rezepte für Muffins. Wir können uns mit jedem auf der Welt vernetzen und die geographischen Grenzen verlieren immer mehr an Bedeutung. Personen, die sich in der realen Welt nie getroffen hätten, werden durch das Internet beste Freunde.

vegane glutenfreie MuffinsStar Trek Screenshot

(http://www.chefkoch.de/rezepte/3136951467150110/Muffins-vegan-eifrei-milchfrei-glutenfrei.html) (http://www.sternenbasis-wilhelmshaven.de/)

Die Informationen, die wir im Internet finden können, bieten eine unglaubliche Vielfalt, verschiedenste politische Meinungen werden verteidigt. Jede erdenkliche Kultur ist vertreten, jede Religion, jeder Glaube und jede Sekte sind im Internet unterwegs und Menschen unterschiedlichster Herkunft finden dort ihren Platz.

So wird nicht nur die Kommunikation zwischen Privatpersonen auf der kompletten Welt ermöglicht, sondern auch die Kommunikation zwischen Politikern und den Bürgern oder den Medien und den Lesern. Dank des Internets ist es viel einfacher direktes Feedback in den Kommentarspalten von Online-Zeitungen zu geben oder auf Tweets von Politikern zu reagieren.

Doch sorgt das Internet wirklich für mehr Vielfalt und bessere und direktere Kommunikation?

Durch die Algorithmen von Suchmaschinen und Webseiten bilden sich filter bubbles um uns herum. Wir finden nur noch das bei Google, was unseren vorherigen Suchanfragen entspricht. Vielleicht gelangen wir so sogar in sogenannte echo chambers. Echo chambers beschreiben das Phänomen, wenn sich eine Person beispielsweise extrem für den Ausbau der deutschen Autobahnen einsetzt (ich versuche ein mit nicht allzu viel Spannung geladenes Thema auszuwählen). Diese Autobahn Person folgt auf Twitter im Extremfall nur anderen Leuten, die auch für den Ausbau von Autobahnen sind. Durch die anderen hört man also nur noch ein Echo der eigenen Meinung, so verstärkt sie sich.

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Einige Wissenschaftler vermuten, dass dieses Phänomen auch bei Anders Breivik aufgetreten ist und er sich ohne das Internet, filter bubble und echo chamber nie so sehr radikalisiert hätte. Selbstverständlich ist das ein sehr krasses Beispiel.

Werden wir durch die filter bubble blind? Im Internet sind unzählige Informationen und Meinungen. Natürlich muss der Mensch filtern. Doch wie tief befinden wir uns in unserer filter bubble? Wird die bubble schon zu einer echo chamber?

Nicht zu vergessen sind natürlich die fake news. Was soll man eigentlich noch glauben? Ich habe gelesen, dass Russland die Annektion der Krim nie so gelungen wäre, wenn Prorussische Akteure die Medien nicht manipuliert hätten.

Filter bubbles, echo chambers, fake news und so weiter…kein Wunder, dass meine Oma mit dem Internet nichts zu tun haben will. Aber ist das der richtige Weg?

Ich weiß nicht, ob das Internet für mehr Demokratie sorgt oder die Demokratie gefährdet. Ich weiß nur, dass das Internet mit seiner Personalisierung und Individualisierung ganz anders funktioniert als Massenmedien wie Radio oder Fernsehen. Und ich weiß, dass das Internet an sich nicht gut oder böse ist. Die Voraussetzungen des Internets unterscheiden sich von denen von anderen Medien, keine Frage. Doch es kommt darauf an, was wir mit dem Medium machen. Jedes Medium kann missbraucht werden, das haben Hitler und Goebbels leider bewiesen.

Es kommt auf uns an, wie wir das Internet benutzen. Wir sollten uns das Internet zunutze machen, um unseren Horizont zu erweitern, mit Leuten auf der anderen Seite der Erde in Kontakt zu treten oder etwas über fremde Kulturen zu lernen.

Ich würde mich freuen, wenn ihr eine Meinung zu dem Thema habt und einen Kommentar da lassen würdet 🙂

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Der Wandel des Fotojournalismus

Für ein Seminar an der Uni habe ich einen Blogeintrag zu dem Thema Fotojournalismus geschrieben. Das ist mal bisschen was anderes und eher wissenschaftlich, aber ich dachte ich veröffentliche das trotzdem mal hier:

Im Journalismus spielen besonders die Bilder eine wichtige Rolle, denn sie implizieren Wahrheitsgehalt. Das lässt sich mit Dubois belegen: „Es herrscht so etwas wie eine grundsätzliche Übereinstimmung darüber, dass das fotografische Dokument die Welt getreu wiedergibt. [Das] beruht auf dem Wissen vom sogenannten Automatismus seiner technischen Genese.“ Deshalb werde ich die Entwicklung des Fotojournalismus im digitalen und vernetzten Zeitalter analysieren. Hierbei spielt der citizen journalism eine zentrale Rolle. Damit geht die Frage einher: sorgt das Internet für mehr Demokratie und Gleichheit?

Der Digitalisierungsprozess des Fotojournalismus begann Ende der 1980iger Jahre als die ersten Digitalkameras auf den Markt kamen. Diese wurden zunächst nur von professionellen Fotografen benutzt, da die Technik sehr teuer war. Die digital erzeugten Bilder konnten schneller be- und verarbeitet werden. 1990 erweiterte das Internet die bisherigen Datenbanken, was die Verbreitung erleichterte. Anfang des 21. Jahrhunderts kam es dann zu einem zweiten Digitalisierungsschub, da die Technik nun auch für Privatpersonen erschwinglich wurde (vgl. Grittmann 2008: 19 ff).Das Aufkommen des Smartphones intensivierte diese Entwicklung. Im Februar 2015 besaßen ungefähr 45,6 Millionen Deutsche ein Smartphone und es wird erwartet, dass diese Zahl steigt. Aufgrund dieser  Verbreitung haben viele Menschen die Möglichkeit günstig, einfach und schnell Fotos zu machen. Denn die meisten haben ihr Handy immer dabei und können sofort Fotos oder Videos von interessanten Ereignissen machen. So ist das Phänomen des Citizen Journalism entstanden.

In seinem Aufsatz Videotech beschreibt John Fiske ausgehend vom Rodney King Video eine der ersten Formen des Bürgerjournalimus. Dieses Amateurvideo zeigt, wie der Afroamerikaner Rodney King 1991 brutal von Polizisten geschlagen getreten und schließlich verhaftet wird Rodney King Video. Aufgrund des Videos mussten sich die Polizeibeamten vor Gericht verantworten. Laut Fiske markiert dieses Video einen Umbruch. Dieser besteht darin, dass sich nun die Bürger gegen Staatsgewalt und einseitige Berichterstattung der Medien mit ihrer Kamera wehren können (vgl. Fiske 1998: S. 153). Seitdem gab es weitere Vorfälle, bei denen ein Camcordervideo als Beweismaterial angeführt wurde. Daraus entwickelten sich sogenannte videoguerillas oder videoactivists, die ihre Kameras nutzten um soziale Kritik zu üben. Diese Aktivisten überwachten sowohl die Polizei als auch Fernsehteams. Während des Golf Krieges zum Beispiel wich die Berichterstattung der Massenmedien wenig von der Meinung der Regierung ab und es gab kaum kritisches Material. Also rief eine Organisation von Videoaktivisten dazu auf, unabhängige Informationen einzuschicken. Daraufhin sendeten Bürger hunderte von Kassetten mit regierungskritischem Material ein. Fiske kommt zu dem Schluss, dass die kleinen und handlichen Camcorder eine ideale Waffe sind, um die Polizei und die klassischen Massenmedien zu überwachen (vgl. ebd.: S.159 ff.).
Das lässt sich sehr gut auf das noch handlichere Smartphone mit seiner integrierten Kamera übertragen. Hinzu kommt, dass heutzutage (ca. 25 Jahre später) das Foto und Video Material sehr viel schneller verbreitet werden kann und eine größere Reichweite hat.

Citizen Journalism zeichnet sich also dadurch aus, dass quasi jeder als Fotojournalist agieren kann. Das sorgt für Demokratisierung. Dieses Argument lässt sich aus Habermas’ Begriff der deliberitären Demokratie ableiten. Demnach ist der öffentliche Diskurs Voraussetzung für die Demokratie und das Internet bietet neuen Raum dafür.
Außerdem werden etablierte Medieninstitute geschwächt. Das lässt sich wieder mit Habermas belegen: „Die Nutzung des Internet hat die Kommunikationszusammenhänge zugleich erweitert und fragmentiert. Deshalb übt das Internet (…) eine subversive Wirkung auf autoritäre Öffentlichkeitsregime aus“ (Habermas 2005).

Die Hoffnung auf mehr politische Partizipation, die mit dem Aufkommen des Internet einherging, ist jedoch inzwischen ein wenig abgeflaut. Es gibt zwar mehr Platz für Diskurse durch das Internet, allerdings sind diese selten politisch relevant (vgl. Lovink 2012: S. 10). Außerdem sorgen zum Beispiel die Personalisierungsalgorithmen (anhand von Verlauf und Standort) von Google, dass wir in einer filter bubble surfen. Das Problem ist, dass diese Individualisierung nicht von dem Benutzer, sondern vom Medium selber aus geht (vgl. Esposito 2013: S. 239). So entsteht eine Informationsungleichheit.

Was passiert mit den bereits etablierten Medienunternehmen?
Darauf könnte man ganz einfach mit Lovink antworten: „Heute ist das Fernsehen zu langsam, und so greifen die Nachrichten bei sekundenaktuellen Informationen auf Twitter zurück“ ( Lovink 2012: S.21). Die traditionellen Nachrichten verschwinden also nicht, sondern verlagern sich immer mehr ins Internet (vgl. Esposito 2013: S. 241).

Zudem arbeiten viele etablierte Medieninstitutionen mit Amateur-Journalisten zusammen. Das war zum Beispiel bei den London Bombings 2005 der Fall. Am Tag der Ereignisse gingen bei der BBC nach eigenen Angaben 300 Fotos von Privatleuten ein.

Underground

Quelle: BBC

Seit 2006 griffen deutsche Printmedien wie die Saarbrücker Zeitung oder die Bild diesen Trend auf und forderten ihre Leser auf, eigene Bilder einzuschicken (vgl. Grittmann).

Abschließend möchte ich auf die Rolle des Fotos im Internet eingehen. Denn das Bild ist im Internet nicht nur aufgrund seines Wahrheitsgehalts besonders wichtig, sondern auch, weil es besonders schnell wirkt. Das ist essentiell, denn das Internet ist von Schnelligkeit geprägt (vgl. Herzau 2012).

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Internet nicht zu so viel mehr  Demokratie und Gleichheit geführt hat, als zu Beginn erhofft. Dennoch eröffnet das Internet neue Partizipationsmöglichkeiten, die sowohl für die Bürger als auch auf für die Institutionen neue Chancen bieten. Dem Foto kommt in dieser Entwicklung eine besondere Rolle zu, die sich aus impliziertem Wahrheitsgehalt und seiner schnellen Wirkung zusammensetzt.

Falls euch solche Texte interessieren verlinke ich euch hier den Link zu dem Blog von unserem Seminar: Vernetzte Bildmedien. Dort werde im Laufe der nächsten Wochen noch mehr Beiträge zum Thema Fotografie und Digitalisierung hochgeladen.

Flashback: Streetart Barcelona

Meine Zeit in Barcelona liegt jetzt schon eine Weile zurück. Ich habe aber in meiner letzten Woche dort an einer Streetart Tour mitgemacht und wollte einige der Bilder mit euch teilen.

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Graffiti von konair der hauptsächlich Eismotive sprayt

 

 

Stencils von der peruanischen Künstlerin Bronik

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Stencil von dem katalanischen Künstler Rice

 

 

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Mosaikbild von dem Pariser Künstler space invader

 

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Interessant finde ich nicht nur, dass verschiedenste Techniken, Stile und Farben verwendet wurden, sondern dass man auf so viele Künstler von überall auf der Welt trifft.

 

Auslandssemester 3.0 / Ende

Wenn ihr meinen Blog ein bisschen verfolgt habt, dann habt ihr wahrscheinlich auch mitbekommen, dass ich ein Auslandssemester in Barcelona gemacht habe. Dieses Auslandssemester ist nun seit gut einem Monat zu Ende und ich bin wieder in Deutschland. Hier kommt also der letzte Beitrag zu meinem Erasmus Aufenthalt in Spanien.

Die letzte Woche in Barcelona verbrachte ich wie vorhergesagt mit den Dingen, die ich bisher noch nicht geschafft hatte zu machen. Da keine Uni mehr war, hatte ich genug Zeit dafür.

Ich nahm an einer Streetarttour teil, die sehr empfehlenswert ist. Besonders wenn man Graffitis mag, so wie ich. Link zur Tour http://barcelonastreetstyletour.com/. Anders als auf der Webseite beschrieben war die Tour zum Glück auf Englisch.

 

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cut out von bronik
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Graffiti von verschiedenen Künstlern

 

Da ich mich nun schon eh wie der typische Tourist verhielt, beschloss ich auch noch ins Museum zu gehen. Und zwar in das MACBA (unter Skatern eher für die Rampen und Treppen davor bekannt), das einige Interessante Ausstellungen zu bieten hat. Ich sah mir eine Ausstellung an, in der hauptsächlich Fotografien von Barcelona, die in den 60iger Jahren entstanden sind, gezeigt wurde. Da ich nun schon eine Weile in Barcelona gelebt hatte und einige Plätze wiedererkannte, war das natürlich besonders interessant.

eines der Bilder von Xavier Miserachs, das mich am meisten beeindruckt hat

Das war’s dann aber auch schon wieder mit dem Touri-Programm. Ich genoss meine freie Zeit, versuchte so viel wie möglich mit meinen Freunden  zu machen und suchte noch einmal mein Lieblingscafé zum letzten Mal auf.
Ich versuchte so viele Sonnenstrahlen wie möglich zu sammeln (in Deutschland weiß man ja nie…) und musste dann zusehen, dass ich meine ganzen Klamotten und anderen Sachen untergebracht bekam.

Ich hatte einen riesen Koffer und einen Rucksack. Meine Mutter hatte zum Glück schon einen Koffer mitgenommen als sie zu Besuch war. Mein Koffer, in den ich locker selber gepasst hätte, war aber trotzdem noch sehr groß und schwer.

Mein Flug ging um Samstag um sieben Uhr morgens, also musste ich irgendwann früh morgens mit dem Nachtbus zum Flughafen fahren. Da mir das mit dem Gepäck viel zu stressig war, brachte ich meinen Koffer schon einen Tag vorher zum Flughafen. Zum Glück, denn ich hatte einige Transportschwierigkeiten. Besonders bei den Metro Haltestellen ohne Aufzug. Aber netterweise halfen mir deutsche und französische Touristen. Obwohl der Franzose selber ein wenig überfordert war und wir den Koffer dann zusammen trugen.

Den Karfreitag verbrachte ich noch in Barcelona und sah mir die sehr katholische Karfreitagsprozession an. Da ich wenig, bis gar nicht religiös bin, erschienen mir die barfüßigen, vermummten Gestalten ein wenig befremdlich.

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Leider habe ich kein besseres Foto, aber vielleicht kann man sich ja auch so  vorstellen, wie die Prozession war.

Abends, beschloss ich dann erst gar nicht schlafen zu gehen, aus Angst meinen Flieger zu verpassen. Also blieb ich irgendwie bis halb vier wach und machte mich dann auf den Weg zum Flughafen. Der Busfahrer war super gut drauf, trotz der frühen Stunde, und begrüßte jeden Fahrgast freundlich mit „Hola, Buenos días“. Das konnte meine Nervosität allerdings auch nicht mindern, denn ich hatte ziemliche Panik etwas vergessen zu haben.

Sehr pünktlich kam ich am Flughafen an und durfte erst mal 60€ extra bezahlen, da ich fünf Kilo Übergepäck hatte. Aber irgendwas da lassen war nun mal keine Option. Bei einem Billigflieger wie vueling war das eigentlich auch keine große Überraschung.
Immerhin hatte ich im Flugzeug dann eine Sitzreihe für mich und konnte ausgestreckt ein wenig schlafen. Da ich beim Fliegen allerdings immer ein wenig nervös bin und mich das Gefühl etwas vergessen zu haben immer noch nicht ganz verlassen hatte, konnte ich mich nicht vollkommen entspannen.

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Wohlbehalten kam ich dann in Frankfurt an und überließ den Rest der Reise meinem Freund, der mich zum Glück abholte.

Inzwischen bin ich schon seit vier Wochen wieder in Deutschland und  habe mich einigermaßen wieder eingelebt. In meiner Wohnung, die ich für das halbe Jahr untervermietet hatte, war alles weitestgehend in Ordnung. Ich musste nur sieben (teilweise sehr schwere) Kisten aus dem Keller hochtragen und ausräumen.
In Weimar, wo ich studiere, hat sich kaum etwas verändert und die Uni ist inzwischen auch wieder in vollem Gange.
Wenn ich rückblickend auf meine Zeit in Barcelona blicke, dann war es auf jede Fall eine spannende, schöne, aber auch manchmal schwierige Zeit. Ich bin sehr froh, das Auslandssemester gemacht zu haben. Denn ich habe gelernt, eigenständig und unabhängiger zu sein und viele neue Leute und Kulturen kennen gelernt.
Es war anders als gedacht, sehr aufregend, aber doch nicht so aufregend wie ich zuerst gedacht hatte. Auf jeden Fall bin ich glücklich, diese Erfahrung gemacht zu haben.

Wenn ihr also die Möglichkeit habt eine Weile im Ausland zu verbringen, würde ich das auf jeden Fall empfehlen.

Streetart: Dosenkunst

Wer schon mal in Barcelona im Viertel „El Raval“ war, dem sind vielleicht die bunten Dosen aufgefallen, die an manchen Hauswänden kleben. Ich habe einige von ihnen entdeckt und beschlossen eine kleine Fotoserie daraus zu machen.
In „El Raval“ findet man sehr viel Streetart, besonders Graffitis, aber eben auch Dosenkunst. Ich hab herausgefunden, dass dieser Künstler nicht auf Suche nach Aufmerksamkeit ist, wie viele andere Streetart Künstler. Es ist dementsprechend nicht viel über in bekannt. Ich habe jedoch erfahren, dass er mit seiner Kunst lediglich das Stadtbild verschönern möchte und den Menschen ein positives Gefühl mit seinen Dosensprüchen vermitteln will.

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“ A lo loco se vive mejor“ heißt auf Deutsch „verrückt lebt es sich besser“ 

 

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„I’m doing nothing“

 

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„Dream Big“

 

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„Sabor a mi“ bedeutet so viel wie „nach meinem Geschmack“

 

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„La cabeza en las nubes y los bolsill llenos de suenos“ würde ich mit „den Kopf in den Wolken und die Taschen voller Träume“ übersetzen

 

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„Don’t Worry“

 

Bei mir ist das positive Gefühl auf jeden Fall  angekommen. Vielleicht gefallen euch die Dosensprüche ja genauso wie mir. Also falls ihr mal nach Barcelona kommt, haltet Ausschau nach ihnen!

 

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„Smile“

Barcelona aus einer anderen Perspektive

 

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Barcelona desde una perspectiva diferente

 

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Barcelona from a different point of view

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Streetfoodmarket in Barcelona

Sonne, Essen im Freien und live Musik – ich kann mir keine bessere Beschäftigung für Samstagnachmittag vorstellenP1010784

Gestern war ich mit ein paar Freunden auf dem Streetfoodmarket Palo Alto hier in Barcelona. Leider mussten wir bestimmt eine halbe Stunde anstehen, aber das Anstehen hat sich auf jeden Fall gelohnt. Zumal wir bei angenehmen fünfzehn Grad in der Sonne warten konnten.

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Es gab ungefähr zwanzig internationale Essenstände: von venezuelanischen „Arepas“ bis hin zu argentinischen Fleischspießen über Katalanische Xurros . Alles was wir gegessen haben, hat zwischen zwei und fünf Euro gekostet, was auch für arme Studenten erschwinglich ist.
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Wir haben Empanadas mit Spinat- und Auberginenfüllung zur Vorspeise gegessen. Danach gab es vegetarische Pitataschen gefüllt mit Falafel und zum Nachtisch japanische „Pancakes“ mit Nutella oder Karamellcreme.

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Abgesehen von dem Essen gab es noch handgefertigte Kleidung, Schmuck und anderen Kleinkram. Das war aber alles relativ teuer, wie das auf so Handarbeitsmärkten eben häufig ist. Für die Hipster gab es Uhren aus Holz, Bartpflegemittel und sogar einen Barbier, bei dem man sich Bärte oder Haare schneiden lassen konnte.

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Für die kleinen Hipster gab es temporäre Tattoos

Wir verbrachten bestimmt zwei oder drei Stunden auf dem Markt und mussten dann ein wenig überfuttert nach Hause rollen.

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Für alles Interessierten: Der Streetfoodmarket Palo Alto findet einmal im Monat für zwei Tage statt und kostet drei Euro Eintritt. Hier ist die Webseite des Markts: Palo Alto Market

Film Review: Joy

I’m currently studying in English so I thought I could upload an english post. I’m sorry my English is far from perfect but I hope you will still like this post.

Three weeks ago I went to the cinema and saw the Oscar nominated film Joy. The film was released on the 13th of December in the United States. It is the story about a strong woman living in the 90s called Joy who is trying to found her own business despite her family’s lack of understanding.
The main character is played by the successful actress Jennifer Laurence. Further important characters which are manly Joy’s family members are played among others by Robert De Niro, Bradley Cooper and Edgar Ramirez. But not only the film’s cast is famous also the film’s director David O. Russell is well known. Russell also wrote the screenplay for the story. Producers are John Davis, Megan Ellison, Jonathan Gordon, Ken Mok and again David O. Russell who are all famous and successful producers.
When there are so many known and successful people involved it is no surprise that this work already won some awards and was nominated for further prizes. Jennifer Laurence won the Golden Globe Award for best actress and is now nominated for an Oscar as actress in a leading role. This would be her fourth Oscar.
But enough with the boring details. How is the film actually? How does it make you feel?
One could describe the story as boring because it “only” describes a woman’s life. There is no action, not many funny situation and during the first half of the film everything seems depressing. But this film makes you feel something. Joy always did what her friends and family expected. And while I watched her I got a bit upset myself and wanted her to have a better life. One day Joy decides to do her own thing and tries to become an inventor. She tries over and over again to sell her invention. The spectator feels her disappointments and successes. Another unique thing about this work is that there is no love story at all. But it is not missing and there’s still a lot of emotion.
The film’s atmosphere made me feel very comfortable because the 90s were well expressed and as the story took place in winter everything was wintry and festive. I can’t remember the music which was used so I guess it was nothing special and not very noticeable. But I remember that there are some scenes in which there is no music at all. This is quite rare in mainstream films nowadays so this silence is very effective. It gives the words which are spoken or the actions which are done in those silent moments a bigger meaning.
The colors and filters which are used change between very warm and cold. Most of the time scenes inside are brown and orange so a comfortable and warm atmosphere is created. The scenes outside are ice blue or cold white to create a wintry and frosty feeling.


This film is not thrilling, politically important or socially critical but still worth seeing. Or maybe this is the reason why this film is so nice to watch. It doesn’t want to be super dramatic or critical. It is just a nice film to watch. Without having to think about it. Still it makes you think and maybe also reflect on your own life. I’m not quite sure what the story’s aim is but maybe it’s just about doing what you want in life and not what everybody expects you to do. If that is the film’s goal it succeeded. Because the film didn’t only make me think about what I want in life, it made me feel that I want to do what I want to do and not somebody else wants me to do.

While I was thinking and researching about the film I found an interview by David O. Russell in which he said that his film is about “the soul of someone (…) and what moves them to break out and create something new”. So maybe the work’s aim is just to show that. Furthermore Russell said that the film is about “finding the magical in something that is ordinary”.
In the interview David O. Russell says that every film is for him about the details, so about the way how the people live and talk for example. That concerns not only Joy but also his other films like The Fighter or American Hustle. That is the connection between his movies and this can be described as his style. This style can be found easily in Joy because one gets to know a lot about the characters, the way they live, they talk, they work and how they are.
But one cannot only compare this film to Russel’s other works but also to biographical movies in general. When I think of recent mainstream biographical films I think immediately of The Aviator or The Wolf of Wall Street. In comparison with these two movies Joy has less action and thrill. That is because the focus of this movie lies on the characters and their dialogue. Especially compared to The Wolf of Wall Street it is clear that the film with Jennifer Lauwrence is deeper and the personalities are illustrated better than the superficial characters in The Wolf of Wall street.
An explicit influence on the film Joy by another work is not clear. Yet it is known that David O. Russel has been influenced by Polanski’s Chinatown and Goodfellas by Scorsese. Goodfellas was shot in 1990 – at the same time Joy takes place, maybe O Russell was influenced by that.
The other way around I don’t think David O. Russel’s film has yet influenced other filmmakers or artists because the work is still new. We have a similar situation with the critics. But the film was generally rated somewhere in the middle between very good and very bad. Some critics commented that Jennifer Laurence’s performance was great but the film’s story is sometimes a bit weak.
If you are interested in simple but still great films and don’t get bored when nothing explodes you should definitely watch this film.

 

 

Katermusik

Ich bin neulich mit einem ziemlichen Kater aufgewacht.
Solange ich noch im Bett liegen blieb, war alles in Ordnung. Als ich dann allerdings mein Bett verlassen musste, überkam mich ein ziemlich starkes Schwindel- und Schwächegefühl. Leider musste ich zur Uni, also war im Bett bleiben keine Option.
Eigentlich hatte ich am vorigen Abend gar nicht so viel getrunken. Allerdings musste ich nach höchstens vier Stunden Schlaf schon wieder raus, da waren schon zwei Gin Tonic schwer zu verkraften.

Ich höre sehr gerne und fast immer Musik, deshalb versuchte ich mich, damit irgendwie zu motivieren. Allerdings waren alle Lieder entweder zu laut und unruhig und verstärkten meine Kopfschmerzen. Oder sie machten mich noch viel müder, als ich eh schon war.
Dazu kam erschwerend hinzu, dass ich kein Wasser mehr zu Hause hatte.
Zum Glück hatte ich den genialen Einfall mir frisch gepressten Orangensaft zu machen. Nach dem Saft und einem Kaffee ging es mir schon ein wenig besser.

Als ich mich auf den Weg zur Metro machte, kam wieder das Musik Problem auf. Auf dem Weg zur Uni hörte ich immer Musik.
Ich scrollte bestimmt dreimal durch meine Interpreten auf spotify.
Kurz vor dem Aufgeben stieß ich dann auf The Neighbourhood. Das ist eigentlich meine Lieblingsband, aber in letzter Zeit hatte ich die fünf Amerikaner irgendwie ein wenig vernachlässigt.

🌴® @schonmagazine
In diesem Moment wurde mir aber wieder klar, warum ich diese Band so mochte. Ihre Musik passt einfach immer. Egal in welcher Stimmung man ist. Auch, wenn man mal auf gar nichts Lust hatte. Ich fühlte mich wohl, umhüllt von der Musik. Ähnlich dem Gefühl im warmen weichen Bett eingekuschelt zu sein. Gemütlich.
Meiner Meinung wurde man den Liedern auch nie überdrüssig. Egal wie oft man sie schon gehört hatte. Das erste Album hat die Band vor ungefähr drei Jahren veröffentlicht und mir gefallen die Lieder immer noch.
In diesem Katermoment machte mich aber besonders das zweite Album sehr glücklich.

Es ist schwer den Stil der Band zu beschreiben. Wikipedia sagt das ist Alternative Rock. Diese Beschreibung ist mir ein wenig zu allgemein. Meiner Meinung nach klingt die Musik  ein bisschen so, als ob man sie durch Wasser hindurch hört. Ein „Wasserfilter“. Außerdem assoziiere ich mit the neighbourhood sofort die Farben Blau und Grau. Nicht im düsteren Sinne, sondern im positiven und gemütlichen Sinn.
Für diesen Moment war die Musik auf jeden Fall perfekt.
Aber auch jetzt während ich diesen Text schreibe, höre ich wieder the neighbourhood und es passt gut. Die Musik ist perfekt als Hintergrund Musik. Dennoch ist sie interessant genug, wenn man sie auch mal ganz bewusst hören möchte.

Die Band ist in Deutschland nicht allzu bekannt. Hier hat man höchstens mal von sweater weather gehört. Ich finde schon der Titel diesen Liedes strahlt Gemütlichkeit aus.
Falls euch die Band interessiert, dann hört euch auf jeden Fall mal sweather weather und vielleicht auch daddy issues an. Das sind meine persönlichen Favoriten.

Wenn ihr also mal einen Kater habt und euch leider nicht den ganzen Tag im Bett verkriechen könnt, dann motiviert euch mit Kaffee, frisch gepresstem Orangensaft und The Neighbourhood.

 

(Bild Quellen: thenbhd.com)

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