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Flashback: Streetart Barcelona

Meine Zeit in Barcelona liegt jetzt schon eine Weile zurück. Ich habe aber in meiner letzten Woche dort an einer Streetart Tour mitgemacht und wollte einige der Bilder mit euch teilen.

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Graffiti von konair der hauptsächlich Eismotive sprayt

 

 

Stencils von der peruanischen Künstlerin Bronik

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Stencil von dem katalanischen Künstler Rice

 

 

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Mosaikbild von dem Pariser Künstler space invader

 

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Interessant finde ich nicht nur, dass verschiedenste Techniken, Stile und Farben verwendet wurden, sondern dass man auf so viele Künstler von überall auf der Welt trifft.

 

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Auslandssemester 3.0 / Ende

Wenn ihr meinen Blog ein bisschen verfolgt habt, dann habt ihr wahrscheinlich auch mitbekommen, dass ich ein Auslandssemester in Barcelona gemacht habe. Dieses Auslandssemester ist nun seit gut einem Monat zu Ende und ich bin wieder in Deutschland. Hier kommt also der letzte Beitrag zu meinem Erasmus Aufenthalt in Spanien.

Die letzte Woche in Barcelona verbrachte ich wie vorhergesagt mit den Dingen, die ich bisher noch nicht geschafft hatte zu machen. Da keine Uni mehr war, hatte ich genug Zeit dafür.

Ich nahm an einer Streetarttour teil, die sehr empfehlenswert ist. Besonders wenn man Graffitis mag, so wie ich. Link zur Tour http://barcelonastreetstyletour.com/. Anders als auf der Webseite beschrieben war die Tour zum Glück auf Englisch.

 

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cut out von bronik
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Graffiti von verschiedenen Künstlern

 

Da ich mich nun schon eh wie der typische Tourist verhielt, beschloss ich auch noch ins Museum zu gehen. Und zwar in das MACBA (unter Skatern eher für die Rampen und Treppen davor bekannt), das einige Interessante Ausstellungen zu bieten hat. Ich sah mir eine Ausstellung an, in der hauptsächlich Fotografien von Barcelona, die in den 60iger Jahren entstanden sind, gezeigt wurde. Da ich nun schon eine Weile in Barcelona gelebt hatte und einige Plätze wiedererkannte, war das natürlich besonders interessant.

eines der Bilder von Xavier Miserachs, das mich am meisten beeindruckt hat

Das war’s dann aber auch schon wieder mit dem Touri-Programm. Ich genoss meine freie Zeit, versuchte so viel wie möglich mit meinen Freunden  zu machen und suchte noch einmal mein Lieblingscafé zum letzten Mal auf.
Ich versuchte so viele Sonnenstrahlen wie möglich zu sammeln (in Deutschland weiß man ja nie…) und musste dann zusehen, dass ich meine ganzen Klamotten und anderen Sachen untergebracht bekam.

Ich hatte einen riesen Koffer und einen Rucksack. Meine Mutter hatte zum Glück schon einen Koffer mitgenommen als sie zu Besuch war. Mein Koffer, in den ich locker selber gepasst hätte, war aber trotzdem noch sehr groß und schwer.

Mein Flug ging um Samstag um sieben Uhr morgens, also musste ich irgendwann früh morgens mit dem Nachtbus zum Flughafen fahren. Da mir das mit dem Gepäck viel zu stressig war, brachte ich meinen Koffer schon einen Tag vorher zum Flughafen. Zum Glück, denn ich hatte einige Transportschwierigkeiten. Besonders bei den Metro Haltestellen ohne Aufzug. Aber netterweise halfen mir deutsche und französische Touristen. Obwohl der Franzose selber ein wenig überfordert war und wir den Koffer dann zusammen trugen.

Den Karfreitag verbrachte ich noch in Barcelona und sah mir die sehr katholische Karfreitagsprozession an. Da ich wenig, bis gar nicht religiös bin, erschienen mir die barfüßigen, vermummten Gestalten ein wenig befremdlich.

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Leider habe ich kein besseres Foto, aber vielleicht kann man sich ja auch so  vorstellen, wie die Prozession war.

Abends, beschloss ich dann erst gar nicht schlafen zu gehen, aus Angst meinen Flieger zu verpassen. Also blieb ich irgendwie bis halb vier wach und machte mich dann auf den Weg zum Flughafen. Der Busfahrer war super gut drauf, trotz der frühen Stunde, und begrüßte jeden Fahrgast freundlich mit „Hola, Buenos días“. Das konnte meine Nervosität allerdings auch nicht mindern, denn ich hatte ziemliche Panik etwas vergessen zu haben.

Sehr pünktlich kam ich am Flughafen an und durfte erst mal 60€ extra bezahlen, da ich fünf Kilo Übergepäck hatte. Aber irgendwas da lassen war nun mal keine Option. Bei einem Billigflieger wie vueling war das eigentlich auch keine große Überraschung.
Immerhin hatte ich im Flugzeug dann eine Sitzreihe für mich und konnte ausgestreckt ein wenig schlafen. Da ich beim Fliegen allerdings immer ein wenig nervös bin und mich das Gefühl etwas vergessen zu haben immer noch nicht ganz verlassen hatte, konnte ich mich nicht vollkommen entspannen.

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Wohlbehalten kam ich dann in Frankfurt an und überließ den Rest der Reise meinem Freund, der mich zum Glück abholte.

Inzwischen bin ich schon seit vier Wochen wieder in Deutschland und  habe mich einigermaßen wieder eingelebt. In meiner Wohnung, die ich für das halbe Jahr untervermietet hatte, war alles weitestgehend in Ordnung. Ich musste nur sieben (teilweise sehr schwere) Kisten aus dem Keller hochtragen und ausräumen.
In Weimar, wo ich studiere, hat sich kaum etwas verändert und die Uni ist inzwischen auch wieder in vollem Gange.
Wenn ich rückblickend auf meine Zeit in Barcelona blicke, dann war es auf jede Fall eine spannende, schöne, aber auch manchmal schwierige Zeit. Ich bin sehr froh, das Auslandssemester gemacht zu haben. Denn ich habe gelernt, eigenständig und unabhängiger zu sein und viele neue Leute und Kulturen kennen gelernt.
Es war anders als gedacht, sehr aufregend, aber doch nicht so aufregend wie ich zuerst gedacht hatte. Auf jeden Fall bin ich glücklich, diese Erfahrung gemacht zu haben.

Wenn ihr also die Möglichkeit habt eine Weile im Ausland zu verbringen, würde ich das auf jeden Fall empfehlen.

Auslandssemester: Fortsetzung 2.0

Hier kommt die nächste Fortsetzung über Auslandssemester. Dieses Mal geht es um Chaos mit meinen Unikursen und einen Umzug…Viel Spaß.

Nach Weihnachten fing dann Mitte Januar die Uni wieder an. Ich hatte meine Kurse schon im Sommer gewählt und ich fand heraus, dass sich einige zeitlich überschnitten. Bei anderen stellte sich wieder heraus, dass sie auf Katalanisch waren. Also musste ich mehr oder weniger meinen kompletten Stundenplan für das zweite Trimester  ändern.
Eine Woche lang besuchte ich verschieden Kurse, überlegte, schrieb mich um und bewarb mich für neue Kurse. Aufgrund meiner Verpeiltheit verpasste ich ein paar Mal die erste Veranstaltung. Nach zwei Wochen hatte ich dann aber alles endgültig geklärt. Nun waren zum Glück alle meine Kurse auf Englisch. Ich nahm an zwei Journalismus Kursen teil und an einem PR Kurs. Zusätzlich dazu machte ich wieder einen Spanisch Kurs.
In den ersten paar Wochen lernte ich viele neue Erasmus Studenten kennen, die erst dieses Jahr in Barcelona angekommen sind. Meine Kurse machten mir mehr Spaß als im letzten Trimester. Allerdings ging mir der PR Kurs nach einer Weile ziemlich auf die Nerven. Der Kurs Journalism specialized in culture gefiel mir aber dafür umso besser und ich hatte die Möglichkeit jede Woche eine journalistischen Essay über ein kulturelles Thema zu verfassen.

In meinem letzten Eintrag über mein Auslandssemester habe ich beschrieben, dass wir „Probleme“ mit dem Strom hatte. Deshalb bezogen wir seit November nicht ganz legal unseren Strom. Das schien unseren Vermieter allmählich ein bisschen nervös zu machen und er teilte uns Ende Februar mit, dass wir innerhalb eines Monats ausziehen müssen.
Ich habe kaum Ahnung von spanischen Gesetzen, aber ich war mir ziemlich sicher, dass wir nichts gegen die Entscheidung unseres Vermieters machen konnten.
Also musste ich mir für den März eine neue Wohnung suchen. Das war gar nicht so einfach, denn ich brauchte nur etwas für einen Monat und niemand vermietet ein Zimmer für so kurze Zeit. Also suchte ich auf Airbnb und wurde  innerhalb von ein paar Tagen fündig. Aus Angst, dass ich sonst keine andere Wohnung mehr bekam, buchte ich ein Zimmer in einer Airbnb WG in El Born. Ein sehr schönes altes Viertel, zwar leider mit ein paar zu viele Touris aber dennoch sehr schön.

Ende Februar kam mich dann mein Freund besuchen. Wir verbrachten noch ein paar Tage in der alten Wohnung in Eixample, dann zogen wir zusammen um. Ich hatte riesen Glück, dass ich nicht alleine war, denn meinen riesigen Koffer, der bestimm 25 Kilo wog und die anderen Taschen hätte ich nie alleine tragen können. Nach einer etwas anstrengenden Metrofahrt (aufgrund des Gepäcks) kamen wir dann in El Born an. Natürlich gab es keinen Aufzug und nur eine sehr schmale Treppe. Das war nicht so spaßig mit dem Gepäck, besonders nicht für meinen Freund, der meinen großen Koffer schleppen durfte.
Oben angekommen wurden wir von einer Spanierin begrüßt, die gerade ausreichend Englisch sprach, um uns die Wohnung zu zeigen. Auf den ersten Blick schien alles ganz in Ordnung, die Wohnung war ziemlich alt und schön.

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Nachdem wir jedoch eine Weile allein waren fiel uns auf, dass meine Zimmertür nicht richtig schließt. Wir probierten rum und rüttelten an der Tür, aber es half alles nichts. Ich würde also für einen Monate mit einer kaputten Tür klar kommen müssen. Juhuu.

Mit meinem Freund habe ich dann noch ein bisschen Sightseeing gemacht und unsere Nachbarschaft erkundet.

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Passeig del Born, an dem auch meine Wohnung ist
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nahegelegener Park de la Ciutadella
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mit dem Arc de Triomf

Inzwischen wohne ich schon eine Weile in der Wohnung und ich habe mich mit der Situation arrangiert. Wirklich was daran ändern kann ich nicht.  Ist schon ein bisschen merkwürdig mit Fremden zu wohnen, besonders wenn die Tür nicht richtig schließt. Aber ich habe schon einige nette Gäste kennen gelernt.

Letzte Woche hatte ich meine letzten Abgabetermine und Klausuren. Und nächsten Samstag geht es schon zurück nach Deutschland. Diese Woche werde ich  all die Dinge in Barcelona machen, die ich bisher noch nicht geschafft habe. Und meine letzten Tage hier genießen.

Ich denke ich werde nach diesem Eintrag noch einen Abschlussbeitrag zu meinen Auslandssemester machen, also bleibt dran.

Auslandssemester: Fortsetzung 1.0

Vor einer Weile habe ich den Anfang von meinem Auslandssemester beschrieben. Hier kommt nun die Fortsetzung davon. Das ist zwar teilweise schon ein bisschen her, trotzdem hoffe ich, dass es interessant ist.

Ich hatte erst mal drei Tage frei, bevor die Uni Einführungswoche anfing. In diesen Tagen richtete ich mich hauptsächlich in meiner Wohnung ein und erkundete die Umgebung. Ich fand sogar direkt um die Ecke einen Lidl.
Meine Wohnung befindet sich in Eixample direkt in der Nähe vom Plaça Universitat und nur zehn Minuten vom Plaça Catalunya entfernt. Die Lage ist echt zentral und die Atmosphäre in Eixample sehr schön.

mein Haus
das Haus in dem ich wohne

 

 

Nachbarhaus
das Nachbarhaus auf das ich ein wenig neidisch bin
EIngan
meine Eingangstür

Auch meine zwei Mitbewohner lernte ich etwas näher kennen. Meine Mitbewohnerin kommt aus Budapest und macht im Moment ihren Doktor, mein Mitbewohner kommt aus Bulgarien und macht seinen Master in Architektur.

Am Dienstag fing dann die Einführungswoche von der Uni an. Zu erst gab es eine organisatorische Infoveranstaltung. Ich wusste nicht genau, wo ich hin musste und orientierte mich hauptsächlich mit Google Maps. Natürlich kam ich zu spät. An der Uni angekommen wusste ich wieder nicht, wo ich hin musste. Zum Glück fand ich eine andere Erasmus Studentin und wir machten uns zusammen auf die Suche. Letztendlich haben wir die Infoveranstaltung dann gefunden und kamen nur ein bisschen zu spät.
Während der Veranstaltung war ich ein wenig überwältigt von den vielen neuen Informationen und konnte nur die Hälfte behalten.
Danach sortierten wir uns nach Fakultäten und ein einheimischer Student zeigte mir und meinen anderen Kommilitonen unseren Campus. Schon auf den ersten Blick fand ich den Campus wunderschön. Eine Mischung aus alter, jedoch renovierter Fabrik und zwei modernen Gebäuden.
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Damit endete dann zum Glück schon der organisatorische Teil. Im Laufe des Tages hatte ich mich schon mit einigen Leuten unterhalten, darunter auch mit vielen nette Studenten. Wir gingen noch eine Kleinigkeit essen, dann machte ich mich erschöpft auf den Weg nach Hause. Es waren eben doch sehr viele neue Eindrücke.

In den nächsten vier Tagen folgten Aktivitäten, um die Stadt und die anderen Studenten kennen zu lernen. Es gab Stadtführungen, Speedfriending (so wie Speed-Dating, nur um eben Freunde zu finden) und einen Karaoke Abend. Wir trafen uns ein bis zwei Mal in einer Bar und gingen dann in die Disco. So lernte ich schnell noch mehr Leute kennen und schloss erste Freundschaften.

In der darauffolgenden Woche ging die Uni dann so richtig los. An meiner Uni hier in Spanien ist das Jahr in Trimester aufgeteilt. Ich mache das erste und zweite Trimester.  Das erste Trimester geht von September bis Weihnachten und das zweite fängt nach Weihnachten an und geht dann bis Ostern.
Im ersten Trimester hatte ich nur zwei Kurse und einen Sprachkurs. Das lag hauptsächlich daran, dass es wenige Kurse auf Englisch und Spanisch gibt.

Ziemlich aufgeregt ging ich also am Montag zu meinem ersten Kurs Journalism specialized in science. Die beiden Lehrer wirkten sehr nett. Allerdings fand ich heraus, dass der Kurs auf Spanisch gehalten wird, obwohl mir im Voraus versichert wurde, dass er auf Englisch sein würde. Die journalistischen Texte konnte ich jedoch zum Glück auf Englisch schreiben. Für den Rest würde mein Spanisch schon ausreichen. Die erste Herausforderung war also mit einem kleinen Rückschlag gemeistert.

Am Abend hatte ich dann schon gleich meinen anderen Kurs, Thema:  serielles Erzählen. Dort erlebte ich die nächste Herausforderung: Der Lehrer redete die ganze Zeit auf Katalanisch, obwohl der Kurs angeblich auf Spanisch stattfinden sollte. Nach der Pause meldete ich mich und versuchte in schlechtem Spanisch ungefähr sechzig Studenten zu erklären, dass ich kein Wort Katalanisch spreche. Der Lehrer und die anderen Studenten waren jedoch sehr hilfsbereit und damit einverstanden, dass wir den Kurs in Zukunft auf Spanisch machen werden. Das war mir natürlich ziemlich unangenehm, aber ich war sehr froh, dass der Kurs nun auf Spanisch stattfand.

In meinem beiden Kursen war ich abgesehen von einer Studentin, die fließend Spanisch spricht die einzige Erasmusstudentin und ich kam mir ein wenig verloren vor. Das wurde aber mit der Zeit immer besser und ich gewöhnte mich an die laute und lebhafte Art der Katalanen.

In der ersten Woche musste ich noch ein paar organisatorische Dinge erledigen und ein paar Dokumente zwischen Spanien und Deutschland hin und her schicken, damit mir die Kurse in Spanien am Ende auch angerechnet wurden.

Im Spanischkurs, der eine Woche darauf begann fühlte ich mich wohler als in den anderen zwei Kursen. Denn dort waren wir ja alle Ausländer und eine meine Freundinnen, die ich schon gefunden hatte war auch in dem Kurs.

Es wäre langweilig jede einzelne Woche zu beschreiben, deswegen kommt jetzt eher eine grobe Zusammenfassung. Mein erstes Trimester verbrachte ich damit, Spanisch zu lernen und mich an die Art der Katalanen zu gewöhnen.

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selbst zusammen gestellte spanische Spezialitäte

Der Kurs über das serielle Erzählen, was soviel bedeutet wie Serien analysieren, viel mir ein bisschen schwer. Mein Spanisch ist zwar relativ gut, aber auf Spanisch dann zu studieren ist doch etwas anderes. Der Journalismus Kurs machte mir sehr viel Spaß und dort war die Sprache auch nicht so problematisch.
Meine Freizeit verbrachte ich damit an den Strand zugehen, zumindest noch bis Oktober, danach war es dann zu kalt.

Strand

Außerdem erkundete ich die Stadt weiterhin, festigte meine anfangs losen Freundschaften und ging auch öfter mal abends weg. Entweder auf WG Parties, in eine Bar oder ab und zu in die Disco. In einer Stadt wie Barcelona hält man es eben nicht lange drinnen aus. Zumal ich großes Glück mit dem Wetter hatte und es drei Monate nicht regnete, obwohl es allmählich Winter wurde. Ein paar Mal ging ich auch ins Museum (das CCCB hat häufig interessanten Ausstellungen) und sah die Sagrada Familia zum ersten Mal von innen.

Irgendwann im November fiel bei uns in der Wohnung der Strom aus. Meine Mitbewohnerin, die sich sonst um solche Dinge kümmerte war gerade in Budapest. Sie rief von Ungarn aus den Elektriker an und ich ließ ihn dann in die Wohnung. Er erklärte mir, dass uns der Strom von der Stromfirma abgedreht wurde. Der Vermieter der Wohnung war nicht erreichbar und so beschlossen meine Mitbewohner und ich einen nicht ganz legalen Weg zu gehen, damit wir nicht im dunklen saßen. Ich gab dem Elektriker achtzig Euro, er baute den Stomzähler aus und der Strom ging wieder. Ich hatte ein bisschen mulmiges Gefühl, aber in dem Moment wollte ich einfach nur wieder Licht und warmes Wasser haben.

Die erste Hälfte meines Auslandsaufenthalts ging schneller rum als ich erwartete hätte und schon bald standen die Abschlussprüfungen an. Den Journalismus Kurs bestand ich mit acht von zehn Punkten, was mich sehr stolz machte. Bei dem anderen Kurs hatte ich so meine Probleme mit der Klausur aufgrund der Sprache, aber ich bestand. Auch den Spanisch Kurs bestand ich und hatte nun Sprachniveau B2.

Die Vorweihnachtszeit in Barcelona war sehr schön, da überall bunte Lichter und Weihnachtsdeko hingen. Allerdings kam ich trotzdem nicht so richtig in Weihnachtsstimmung. Vielleicht lag es daran, dass es immer noch zwischen zehn und fünfzehn Grad lagen, oder einfach, dass zu Weihnachten meine Familie und meine Heimat dazugehört.
Ich hatte aber über Weihnachten ein paar Tage frei und konnte nach Deutschland fliegen. Nach drei Monaten Spanien war es auch wieder sehr schön in Deutschland bei meiner Familie zu sein.

Die nächste Fortsetzung wird dieses Mal schneller kommen, also bleibt dran 🙂

Streetfoodmarket in Barcelona

Sonne, Essen im Freien und live Musik – ich kann mir keine bessere Beschäftigung für Samstagnachmittag vorstellenP1010784

Gestern war ich mit ein paar Freunden auf dem Streetfoodmarket Palo Alto hier in Barcelona. Leider mussten wir bestimmt eine halbe Stunde anstehen, aber das Anstehen hat sich auf jeden Fall gelohnt. Zumal wir bei angenehmen fünfzehn Grad in der Sonne warten konnten.

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Es gab ungefähr zwanzig internationale Essenstände: von venezuelanischen „Arepas“ bis hin zu argentinischen Fleischspießen über Katalanische Xurros . Alles was wir gegessen haben, hat zwischen zwei und fünf Euro gekostet, was auch für arme Studenten erschwinglich ist.
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Wir haben Empanadas mit Spinat- und Auberginenfüllung zur Vorspeise gegessen. Danach gab es vegetarische Pitataschen gefüllt mit Falafel und zum Nachtisch japanische „Pancakes“ mit Nutella oder Karamellcreme.

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Abgesehen von dem Essen gab es noch handgefertigte Kleidung, Schmuck und anderen Kleinkram. Das war aber alles relativ teuer, wie das auf so Handarbeitsmärkten eben häufig ist. Für die Hipster gab es Uhren aus Holz, Bartpflegemittel und sogar einen Barbier, bei dem man sich Bärte oder Haare schneiden lassen konnte.

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Für die kleinen Hipster gab es temporäre Tattoos

Wir verbrachten bestimmt zwei oder drei Stunden auf dem Markt und mussten dann ein wenig überfuttert nach Hause rollen.

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Für alles Interessierten: Der Streetfoodmarket Palo Alto findet einmal im Monat für zwei Tage statt und kostet drei Euro Eintritt. Hier ist die Webseite des Markts: Palo Alto Market

verpeilt in Madrid

Vor einer Weile bin ich mit Freunden über ein verlängertes Wochenende nach Madrid gefahren.
Eigentlich wollten wir Donnerstagabend mit dem Bus von Barcelona losfahren. Diesen Bus haben wir allerdings verpasst und mussten bis Freitag morgen auf den nächsten Bus warten. Wir waren dann ungefähr acht Stunden unterwegs.
Wenn man im Voraus bucht, dann kann man mit dem Busunternehmen ALSA in Spanien echt günstig reisen. Die Busfahrt war auch sehr angenehm, obwohl sie so lange war.

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Es gibt in Madrid zahlreiche Hostels und günstige Hotels, allerdings waren wir ziemlich spät dran mit buchen. Deshalb haben wir nur noch etwas außerhalb ein zwei Sterne Hostel bekommen. Für zwei Sterne war die Unterkunft aber sehr gut und sauber. Wir hatten gemütliche Zweier Zimmer für nur 15 Euro pro Person pro Nacht. In dem Hostel haben wir vorher ganz unkompliziert per Telefon reserviert und dann vor Ort bar bezahlt. Link zum Hostel: http://hostalcoslada.9k.com/elhostal.html
Freitag haben wir dann erst mal im Hostel eingecheckt und uns ein bisschen eingerichtet.
Danach sind wir dann nach Madrid in die Stadt rein gefahren. Da unser Hostel nicht ganz zentral war, dauerte das ungefähr eine dreiviertel Stunde. Wir haben die Metro bis zur Haltestelle „Gran via“ oder „Sol“ genommen. Das ist am besten, wenn man direkt in die Innenstadt möchte.

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Zuerst sind wir erst mal ein wenig planlos im Stadtzentrum herumgelaufen und haben die Stadt erkundet. Nachdem wir unglaublich viele schöne Häuser bewundert hatten, sind wir auf eine typisch spanische Markthalle gestoßen. Da wir eh hungrig waren, haben wir uns durch die riesige Menschenmasse gedrängelt und verschiedenste Tapas ausprobiert.

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Wer lieber preiswert und in Ruhe essen möchte ist dort falsch, dennoch war es eine tolle und sehr spanische Erfahrung.
Danach sind wir wieder ein bisschen rumgelaufen und noch eine Gin Tonic trinken gegangen. Das ist ein Muss in Madrid. Denn Madrid ist nicht nur die Hauptstadt Spaniens, sondern auch die Hauptstadt des Gin Tonics.

P1000291(ich gebe es zu, wir hatten einen Verräter unter uns, der Pina Colada bestellt hat)

Da wir müde von der langen Fahrt waren, machten wir uns gegen zwölf auf den Weg zurück zum Hostel.
Nachdem wir ausgeschlafen hatten besichtigten wir die Stadt bei Tageslicht.
Wie vermutlich in jeder großen Stadt gibt es in Madrid auch diese roten hop on hop off Busse. Mit so einem Bus, sind wir dann für 16€ (wenn ich mich recht erinnere) einen Tag durch Madrid gefahren. So besichtigten wir das Rathaus, den Bahnhof, die Stierkampf Arena und alle möglichen anderen eindrucksvollen Gebäude.
Abends sind wir typisch spanisch essen gegangen. Es gab Paella, spanische Tortilla und natürlich Sangría.

Da Samstag war, beschlossen wir abends feiern zu gehen. Wir gingen in den vermutlich größten Club Madrids das Teatro Kapital (http://www.grupo-kapital.com/kapital/).
Dort gibt es sieben Floors. Deswegen ist für jeden Musikgeschmack was dabei und zwischendrin gab es auf dem untersten Hauptfloor sogar eine kleine Akrobatikshow. Dementsprechend ist der Eintritt nicht ganz billig. Wir hätten eigentlich über zwanzig Euro zahlen müssen. In der Schlange haben wir aber noch schnell nach einem Discount-Code gegoogelt und sind dann für 16 Euro inklusive ein Getränk rein gekommen. Das ist für so einen großen Club in Madrid ein fairer Preis. Der sich auch gelohnt hat, da wir bis um sechs oder sieben Uhr morgens geblieben sind.

Am nächsten Tag, haben wir einen Stierkampf besucht. Das spricht zwar ein wenig gegen meine Prinzipien. Allerdings es das ein wichtiger Teil der spanischen Kultur, den wir erleben wollten.
Es war ganz interessant und wir haben weniger als zwanzig Euro für die Karten bezahlt. Trotzdem möchte ich sowas ungern nochmal unterstützen.

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Abends sind wir dann was essen gegangen und noch ein wenig durch die Innenstadt geschlendert.
Da wir den Palacio Real bisher irgendwie verpasst hatten, mussten wir den natürlich noch besichtigen.

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Am Montag hatten wir gar nicht mehr so viel Zeit in Madrid.  Deshalb haben wir uns hauptsächlich in einem sehr schönen und großen Park aufgehalten. Ich kann mich leider nicht erinnern wie er heißt, er befindet sich aber in Fuß Nähe zur Innenstadt und ist echt schön.

 

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Dann mussten wir uns auch schon auf den Weg zur Bushaltestelle machen. Leider waren wir auch dieses Mal sehr verpeilt und haben wieder unseren Bus verpasst. Wir konnten zum Glück umbuchen und haben  einen Bus ca. drei Stunden später bekommen.
Morgens um fünf sind wir dann auch tatsächlich ohne weitere Probleme in Barcelona angekommen. Natürlich sehr erschöpft und übermüdet aber mit einer sehr schönen und besonderen Erfahrung mehr.

Mein Tipp, an alle die auch mal nach Madrid möchten: die Reise nicht drei Tage vorher buchen, sondern vielleicht lieber zwei Wochen und pünktlich am Busbahnhof sein. Aber vor allem: die Zeit genießen! Das haben ja schließlich sogar wir hinbekommen.

Auslandssemester Barcelona: Anfang

Ich habe für Sam von https://beachyhappiness.wordpress.com/  einen Gastbeitrag über mein Auslandssemester verfasst. Vielen Dank für diese Möglichkeit.

Hier auf meinem Blog würde ich gerne eine etwas detaillierte Beschreibung von meinen Erlebnissen mit euch teilen. Hier kommt der Anfang meines Auslandssemester. Ich bin zwar schon vor sechs Wochen nach Barcelona gezogen, möchte das aber trotzdem jetzt mit euch teilen.

Letzten Oktober habe ich angefangen in Weimar Medienwissenschaft zu studieren. Kurz nachdem das Studium begonnen hatte, musste ich mich schon entscheiden, ob ich ein Auslandssemester im darauffolgenden Jahr (also jetzt) machen möchte.

Ich dachte mir gar nicht viel dabei und schaute mir die verschiedenen Möglichkeiten an: Paris, Utrecht, irgendeine mir unbekannte Stadt in England, Budapest, Barcelona und ein paar andere Städte.

Ich beschloss, mich für Barcelona und für Budapest zu bewerben. In Barcelona war ich schon ein paar Mal und die Stadt hatte mir bisher sehr gut gefallen. Budapest klang für mich spannend, weil ich ungefähr gar nichts darüber wusste.

Anfang diesen Jahres erhielt ich dann die Rückmeldung, dass ich für Barcelona genommen wurde. Ich freute mich total, aber machte mir kaum Gedanken darüber, wie mein Auslandssemester werden würde. Das schien mir alles noch so weit weg.

Dann ging es allerdings nach einer Weile schon mit den Vorbereitungen los. Ich musste alle möglichen Dokumente einreichen und sonst wen kontaktieren. Langsam begann ich zu zweifeln, ob ich das alles überhaupt auf die Reihe bekam.

Erstaunlicherweise gelang mir das und ich hatte endlich die Zusage von meiner Uni in Deutschland und die von der Uni in Barcelona.

Dann ging es an die Wohnungssuche.Ich glaub ich habe bestimmt 50 Wohnungsanfragen auf zwei verschiedenen Sprachen versendet.
Nach dem zweiten Skype Gespräch schien es aber schon so, als ob ich eine nette WG gefunden hatte. Wir mailten den Mietvertrag hin und her und auf einmal hatte ich eine Wohnung in Barcelona! Ich konnte es kaum glauben.

Ich fand auch relativ schnell einen Zwischenmieter für meine Wohnung in Weimar. Jetzt wohnt ein Chinese für ein halbes Jahr in meiner Wohnung. Irgendwie ein komisches Gefühl in der eigenen Wohnung jemand Fremdes zu haben. Aber ich wollte einfach meine schöne Maisonettwohnung nicht aufgeben.

Das meiste Organisatorische hatte ich also erledigt. Nun ging es daran meinen Koffer zu packen. Ich war vollkommen überfordert und hatte keine Ahnung, was ich einpacken sollte. Ich war schließlich ein halbes Jahr lang weg. Es endete dann damit, dass ich einen Koffer hatte, der gefühlt so viel wog wie ich und einen Rucksack, der fast platzte.

Mit meinem Gepäck ging es dann erst einmal in meine Heimatstadt Heidelberg. Bevor ich allerdings nach Barcelona flog, packte ich nochmal um und sortierte aus, da ich mein Koffer nur 23 Kilo wiegen durfte. Am Flughafen hatte ich dann natürlich trotzdem noch ein Kilo Übergewicht. Ich konnte die extra Gebühren jedoch zum Glück umgehen, indem ich ein paar Sachen zurück ließ und meiner Mutter gab. Nach der Gepäckaufgabe telefonierte ich noch schnell mit meinen Großeltern und meinem Vater, um mich zu verabschieden. Dann musste ich auch schon durch die Sicherheitskontrolle.

Komischerweise war ich gar nicht so aufgeregt. Vermutlich war meine Mutter in dem Moment doppelt so nervös wie ich. Wir verabschiedeten uns und ich ging durch die Kontrolle. Dann war ich alleine. Die letzten zwanzig Minuten bis zum Abflug verbrachte ich irgendwie mit Musik hören und damit langsam ein wenig nervös zu werden.
Schließlich ging es los und ich stieg in den Flieger.

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Der Flug verlief relativ ereignislos und ich landete in Barcelona. Dort fand ich meinen großen Koffer ziemlich schnell und machte mich auf die Suche nach dem Bus in die Innenstadt.

Ich fragte einen Typ um Hilfe und er war so nett, mich bis zum Bus zu bringen. Der Bus kam dann zum Glück auch gleich. Merkwürdigerweise stieg der Typ mit ein… Hatte er nichts Besseres zu tun?

Ich fühlte mich ein wenig unwohl, wollte aber nicht unhöflich sein und schließlich hatte er mir ja geholfen. Als wir dann in der Innenstadt angekommen waren wollte er mich immer noch nicht in Ruhe lassen. Er meinte mich zu meiner Wohnung bringen zu müssen, obwohl er scheinbar genauso wenig Ahnung wie ich hatte, wo die war.

Irgendwann wurde ich ihn dann zum Glück los und machte mich mit Hilfe eines ausgedruckten Google Maps Plans auf die Suche. Das klappte ganz gut und schließlich stand ich vor meiner zukünftigen Haustür. Ich rief meinen Mitbewohner an und er ließ mich rein.

Aufzug

Mit der Hilfe eines uralten Aufzugs brachten wir mein Gepäck in den ersten Stock. Der Mitbewohner, der auf den ersten Eindruck echt ganz nett wirkte, zeigte mir die Wohnung. Ich war aber viel zu erschöpft und überfordert von den ganzen neuen Eindrücken, um das alles so genau wahrzunehmen. Ich kam mir vor wie in einer Wolke. Alles war so surreal. Ich war in Barcelona!
Ich packte einige meiner Sachen aus, ging duschen und dann sofort ins Bett. Der Tag war viel zu aufregend und anstrengend.

Ich hoffe euch hat mein Beitrag gefallen und ihr möchtet wissen wie es weiter geht. Wenn dem so ist, dann bleibt dran, ich werde in den nächsten Tagen meine weiteren Erlebnisse teilen.

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