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Erdbeersmoothie

Ich war neulich einkaufen und lief nichtsahnend durch den Supermarkt. Da sah ich einen riesigenn Stand voller Erdbeeren. „Sind bestimmt vom anderen Ende der Welt“, dachte ich mir, sah mir die Früchte aber trotzdem genauer an. Sie waren aus Spanien und kosteten nur drei Euro das Kilo, da musste ich natürlich zugreifen. Heimische, günstige Erdbeeren und das schon jetzt!

Ich wusste gar nicht so richtig wohin mit den ganzen Erdbeeren, also beschloss ich einige davon in einen Smoothie zu verwandeln. Das Ergebnis war sehr sommerlich und lecker.
Es tut mir für alle leid, die im Moment noch keine frischen Erdbeeren bekommen. Das Rezept klappt aber bestimmt auch sehr gut mit eingefrorenen. Ansonsten einfach noch ein bisschen warten.

Zutaten:
-mindesten eine Hand voll Erdbeeren
-eine Kaki
-eine halbe Avocado, das macht den Smoothie schön cremig
-eine Banane
-Milch (sehr gut passt Vanillesojamilch)

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Viel Spaß beim Ausprobieren und guten Appetit !

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Auslandssemester: Fortsetzung 1.0

Vor einer Weile habe ich den Anfang von meinem Auslandssemester beschrieben. Hier kommt nun die Fortsetzung davon. Das ist zwar teilweise schon ein bisschen her, trotzdem hoffe ich, dass es interessant ist.

Ich hatte erst mal drei Tage frei, bevor die Uni Einführungswoche anfing. In diesen Tagen richtete ich mich hauptsächlich in meiner Wohnung ein und erkundete die Umgebung. Ich fand sogar direkt um die Ecke einen Lidl.
Meine Wohnung befindet sich in Eixample direkt in der Nähe vom Plaça Universitat und nur zehn Minuten vom Plaça Catalunya entfernt. Die Lage ist echt zentral und die Atmosphäre in Eixample sehr schön.

mein Haus
das Haus in dem ich wohne

 

 

Nachbarhaus
das Nachbarhaus auf das ich ein wenig neidisch bin
EIngan
meine Eingangstür

Auch meine zwei Mitbewohner lernte ich etwas näher kennen. Meine Mitbewohnerin kommt aus Budapest und macht im Moment ihren Doktor, mein Mitbewohner kommt aus Bulgarien und macht seinen Master in Architektur.

Am Dienstag fing dann die Einführungswoche von der Uni an. Zu erst gab es eine organisatorische Infoveranstaltung. Ich wusste nicht genau, wo ich hin musste und orientierte mich hauptsächlich mit Google Maps. Natürlich kam ich zu spät. An der Uni angekommen wusste ich wieder nicht, wo ich hin musste. Zum Glück fand ich eine andere Erasmus Studentin und wir machten uns zusammen auf die Suche. Letztendlich haben wir die Infoveranstaltung dann gefunden und kamen nur ein bisschen zu spät.
Während der Veranstaltung war ich ein wenig überwältigt von den vielen neuen Informationen und konnte nur die Hälfte behalten.
Danach sortierten wir uns nach Fakultäten und ein einheimischer Student zeigte mir und meinen anderen Kommilitonen unseren Campus. Schon auf den ersten Blick fand ich den Campus wunderschön. Eine Mischung aus alter, jedoch renovierter Fabrik und zwei modernen Gebäuden.
Uni 2

Damit endete dann zum Glück schon der organisatorische Teil. Im Laufe des Tages hatte ich mich schon mit einigen Leuten unterhalten, darunter auch mit vielen nette Studenten. Wir gingen noch eine Kleinigkeit essen, dann machte ich mich erschöpft auf den Weg nach Hause. Es waren eben doch sehr viele neue Eindrücke.

In den nächsten vier Tagen folgten Aktivitäten, um die Stadt und die anderen Studenten kennen zu lernen. Es gab Stadtführungen, Speedfriending (so wie Speed-Dating, nur um eben Freunde zu finden) und einen Karaoke Abend. Wir trafen uns ein bis zwei Mal in einer Bar und gingen dann in die Disco. So lernte ich schnell noch mehr Leute kennen und schloss erste Freundschaften.

In der darauffolgenden Woche ging die Uni dann so richtig los. An meiner Uni hier in Spanien ist das Jahr in Trimester aufgeteilt. Ich mache das erste und zweite Trimester.  Das erste Trimester geht von September bis Weihnachten und das zweite fängt nach Weihnachten an und geht dann bis Ostern.
Im ersten Trimester hatte ich nur zwei Kurse und einen Sprachkurs. Das lag hauptsächlich daran, dass es wenige Kurse auf Englisch und Spanisch gibt.

Ziemlich aufgeregt ging ich also am Montag zu meinem ersten Kurs Journalism specialized in science. Die beiden Lehrer wirkten sehr nett. Allerdings fand ich heraus, dass der Kurs auf Spanisch gehalten wird, obwohl mir im Voraus versichert wurde, dass er auf Englisch sein würde. Die journalistischen Texte konnte ich jedoch zum Glück auf Englisch schreiben. Für den Rest würde mein Spanisch schon ausreichen. Die erste Herausforderung war also mit einem kleinen Rückschlag gemeistert.

Am Abend hatte ich dann schon gleich meinen anderen Kurs, Thema:  serielles Erzählen. Dort erlebte ich die nächste Herausforderung: Der Lehrer redete die ganze Zeit auf Katalanisch, obwohl der Kurs angeblich auf Spanisch stattfinden sollte. Nach der Pause meldete ich mich und versuchte in schlechtem Spanisch ungefähr sechzig Studenten zu erklären, dass ich kein Wort Katalanisch spreche. Der Lehrer und die anderen Studenten waren jedoch sehr hilfsbereit und damit einverstanden, dass wir den Kurs in Zukunft auf Spanisch machen werden. Das war mir natürlich ziemlich unangenehm, aber ich war sehr froh, dass der Kurs nun auf Spanisch stattfand.

In meinem beiden Kursen war ich abgesehen von einer Studentin, die fließend Spanisch spricht die einzige Erasmusstudentin und ich kam mir ein wenig verloren vor. Das wurde aber mit der Zeit immer besser und ich gewöhnte mich an die laute und lebhafte Art der Katalanen.

In der ersten Woche musste ich noch ein paar organisatorische Dinge erledigen und ein paar Dokumente zwischen Spanien und Deutschland hin und her schicken, damit mir die Kurse in Spanien am Ende auch angerechnet wurden.

Im Spanischkurs, der eine Woche darauf begann fühlte ich mich wohler als in den anderen zwei Kursen. Denn dort waren wir ja alle Ausländer und eine meine Freundinnen, die ich schon gefunden hatte war auch in dem Kurs.

Es wäre langweilig jede einzelne Woche zu beschreiben, deswegen kommt jetzt eher eine grobe Zusammenfassung. Mein erstes Trimester verbrachte ich damit, Spanisch zu lernen und mich an die Art der Katalanen zu gewöhnen.

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selbst zusammen gestellte spanische Spezialitäte

Der Kurs über das serielle Erzählen, was soviel bedeutet wie Serien analysieren, viel mir ein bisschen schwer. Mein Spanisch ist zwar relativ gut, aber auf Spanisch dann zu studieren ist doch etwas anderes. Der Journalismus Kurs machte mir sehr viel Spaß und dort war die Sprache auch nicht so problematisch.
Meine Freizeit verbrachte ich damit an den Strand zugehen, zumindest noch bis Oktober, danach war es dann zu kalt.

Strand

Außerdem erkundete ich die Stadt weiterhin, festigte meine anfangs losen Freundschaften und ging auch öfter mal abends weg. Entweder auf WG Parties, in eine Bar oder ab und zu in die Disco. In einer Stadt wie Barcelona hält man es eben nicht lange drinnen aus. Zumal ich großes Glück mit dem Wetter hatte und es drei Monate nicht regnete, obwohl es allmählich Winter wurde. Ein paar Mal ging ich auch ins Museum (das CCCB hat häufig interessanten Ausstellungen) und sah die Sagrada Familia zum ersten Mal von innen.

Irgendwann im November fiel bei uns in der Wohnung der Strom aus. Meine Mitbewohnerin, die sich sonst um solche Dinge kümmerte war gerade in Budapest. Sie rief von Ungarn aus den Elektriker an und ich ließ ihn dann in die Wohnung. Er erklärte mir, dass uns der Strom von der Stromfirma abgedreht wurde. Der Vermieter der Wohnung war nicht erreichbar und so beschlossen meine Mitbewohner und ich einen nicht ganz legalen Weg zu gehen, damit wir nicht im dunklen saßen. Ich gab dem Elektriker achtzig Euro, er baute den Stomzähler aus und der Strom ging wieder. Ich hatte ein bisschen mulmiges Gefühl, aber in dem Moment wollte ich einfach nur wieder Licht und warmes Wasser haben.

Die erste Hälfte meines Auslandsaufenthalts ging schneller rum als ich erwartete hätte und schon bald standen die Abschlussprüfungen an. Den Journalismus Kurs bestand ich mit acht von zehn Punkten, was mich sehr stolz machte. Bei dem anderen Kurs hatte ich so meine Probleme mit der Klausur aufgrund der Sprache, aber ich bestand. Auch den Spanisch Kurs bestand ich und hatte nun Sprachniveau B2.

Die Vorweihnachtszeit in Barcelona war sehr schön, da überall bunte Lichter und Weihnachtsdeko hingen. Allerdings kam ich trotzdem nicht so richtig in Weihnachtsstimmung. Vielleicht lag es daran, dass es immer noch zwischen zehn und fünfzehn Grad lagen, oder einfach, dass zu Weihnachten meine Familie und meine Heimat dazugehört.
Ich hatte aber über Weihnachten ein paar Tage frei und konnte nach Deutschland fliegen. Nach drei Monaten Spanien war es auch wieder sehr schön in Deutschland bei meiner Familie zu sein.

Die nächste Fortsetzung wird dieses Mal schneller kommen, also bleibt dran 🙂

Barcelona aus einer anderen Perspektive

 

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Barcelona desde una perspectiva diferente

 

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Barcelona from a different point of view

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Streetfoodmarket in Barcelona

Sonne, Essen im Freien und live Musik – ich kann mir keine bessere Beschäftigung für Samstagnachmittag vorstellenP1010784

Gestern war ich mit ein paar Freunden auf dem Streetfoodmarket Palo Alto hier in Barcelona. Leider mussten wir bestimmt eine halbe Stunde anstehen, aber das Anstehen hat sich auf jeden Fall gelohnt. Zumal wir bei angenehmen fünfzehn Grad in der Sonne warten konnten.

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Es gab ungefähr zwanzig internationale Essenstände: von venezuelanischen „Arepas“ bis hin zu argentinischen Fleischspießen über Katalanische Xurros . Alles was wir gegessen haben, hat zwischen zwei und fünf Euro gekostet, was auch für arme Studenten erschwinglich ist.
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Wir haben Empanadas mit Spinat- und Auberginenfüllung zur Vorspeise gegessen. Danach gab es vegetarische Pitataschen gefüllt mit Falafel und zum Nachtisch japanische „Pancakes“ mit Nutella oder Karamellcreme.

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Abgesehen von dem Essen gab es noch handgefertigte Kleidung, Schmuck und anderen Kleinkram. Das war aber alles relativ teuer, wie das auf so Handarbeitsmärkten eben häufig ist. Für die Hipster gab es Uhren aus Holz, Bartpflegemittel und sogar einen Barbier, bei dem man sich Bärte oder Haare schneiden lassen konnte.

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Für die kleinen Hipster gab es temporäre Tattoos

Wir verbrachten bestimmt zwei oder drei Stunden auf dem Markt und mussten dann ein wenig überfuttert nach Hause rollen.

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Für alles Interessierten: Der Streetfoodmarket Palo Alto findet einmal im Monat für zwei Tage statt und kostet drei Euro Eintritt. Hier ist die Webseite des Markts: Palo Alto Market

Film Review: Joy

I’m currently studying in English so I thought I could upload an english post. I’m sorry my English is far from perfect but I hope you will still like this post.

Three weeks ago I went to the cinema and saw the Oscar nominated film Joy. The film was released on the 13th of December in the United States. It is the story about a strong woman living in the 90s called Joy who is trying to found her own business despite her family’s lack of understanding.
The main character is played by the successful actress Jennifer Laurence. Further important characters which are manly Joy’s family members are played among others by Robert De Niro, Bradley Cooper and Edgar Ramirez. But not only the film’s cast is famous also the film’s director David O. Russell is well known. Russell also wrote the screenplay for the story. Producers are John Davis, Megan Ellison, Jonathan Gordon, Ken Mok and again David O. Russell who are all famous and successful producers.
When there are so many known and successful people involved it is no surprise that this work already won some awards and was nominated for further prizes. Jennifer Laurence won the Golden Globe Award for best actress and is now nominated for an Oscar as actress in a leading role. This would be her fourth Oscar.
But enough with the boring details. How is the film actually? How does it make you feel?
One could describe the story as boring because it “only” describes a woman’s life. There is no action, not many funny situation and during the first half of the film everything seems depressing. But this film makes you feel something. Joy always did what her friends and family expected. And while I watched her I got a bit upset myself and wanted her to have a better life. One day Joy decides to do her own thing and tries to become an inventor. She tries over and over again to sell her invention. The spectator feels her disappointments and successes. Another unique thing about this work is that there is no love story at all. But it is not missing and there’s still a lot of emotion.
The film’s atmosphere made me feel very comfortable because the 90s were well expressed and as the story took place in winter everything was wintry and festive. I can’t remember the music which was used so I guess it was nothing special and not very noticeable. But I remember that there are some scenes in which there is no music at all. This is quite rare in mainstream films nowadays so this silence is very effective. It gives the words which are spoken or the actions which are done in those silent moments a bigger meaning.
The colors and filters which are used change between very warm and cold. Most of the time scenes inside are brown and orange so a comfortable and warm atmosphere is created. The scenes outside are ice blue or cold white to create a wintry and frosty feeling.


This film is not thrilling, politically important or socially critical but still worth seeing. Or maybe this is the reason why this film is so nice to watch. It doesn’t want to be super dramatic or critical. It is just a nice film to watch. Without having to think about it. Still it makes you think and maybe also reflect on your own life. I’m not quite sure what the story’s aim is but maybe it’s just about doing what you want in life and not what everybody expects you to do. If that is the film’s goal it succeeded. Because the film didn’t only make me think about what I want in life, it made me feel that I want to do what I want to do and not somebody else wants me to do.

While I was thinking and researching about the film I found an interview by David O. Russell in which he said that his film is about “the soul of someone (…) and what moves them to break out and create something new”. So maybe the work’s aim is just to show that. Furthermore Russell said that the film is about “finding the magical in something that is ordinary”.
In the interview David O. Russell says that every film is for him about the details, so about the way how the people live and talk for example. That concerns not only Joy but also his other films like The Fighter or American Hustle. That is the connection between his movies and this can be described as his style. This style can be found easily in Joy because one gets to know a lot about the characters, the way they live, they talk, they work and how they are.
But one cannot only compare this film to Russel’s other works but also to biographical movies in general. When I think of recent mainstream biographical films I think immediately of The Aviator or The Wolf of Wall Street. In comparison with these two movies Joy has less action and thrill. That is because the focus of this movie lies on the characters and their dialogue. Especially compared to The Wolf of Wall Street it is clear that the film with Jennifer Lauwrence is deeper and the personalities are illustrated better than the superficial characters in The Wolf of Wall street.
An explicit influence on the film Joy by another work is not clear. Yet it is known that David O. Russel has been influenced by Polanski’s Chinatown and Goodfellas by Scorsese. Goodfellas was shot in 1990 – at the same time Joy takes place, maybe O Russell was influenced by that.
The other way around I don’t think David O. Russel’s film has yet influenced other filmmakers or artists because the work is still new. We have a similar situation with the critics. But the film was generally rated somewhere in the middle between very good and very bad. Some critics commented that Jennifer Laurence’s performance was great but the film’s story is sometimes a bit weak.
If you are interested in simple but still great films and don’t get bored when nothing explodes you should definitely watch this film.

 

 

verpeilt in Madrid

Vor einer Weile bin ich mit Freunden über ein verlängertes Wochenende nach Madrid gefahren.
Eigentlich wollten wir Donnerstagabend mit dem Bus von Barcelona losfahren. Diesen Bus haben wir allerdings verpasst und mussten bis Freitag morgen auf den nächsten Bus warten. Wir waren dann ungefähr acht Stunden unterwegs.
Wenn man im Voraus bucht, dann kann man mit dem Busunternehmen ALSA in Spanien echt günstig reisen. Die Busfahrt war auch sehr angenehm, obwohl sie so lange war.

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Es gibt in Madrid zahlreiche Hostels und günstige Hotels, allerdings waren wir ziemlich spät dran mit buchen. Deshalb haben wir nur noch etwas außerhalb ein zwei Sterne Hostel bekommen. Für zwei Sterne war die Unterkunft aber sehr gut und sauber. Wir hatten gemütliche Zweier Zimmer für nur 15 Euro pro Person pro Nacht. In dem Hostel haben wir vorher ganz unkompliziert per Telefon reserviert und dann vor Ort bar bezahlt. Link zum Hostel: http://hostalcoslada.9k.com/elhostal.html
Freitag haben wir dann erst mal im Hostel eingecheckt und uns ein bisschen eingerichtet.
Danach sind wir dann nach Madrid in die Stadt rein gefahren. Da unser Hostel nicht ganz zentral war, dauerte das ungefähr eine dreiviertel Stunde. Wir haben die Metro bis zur Haltestelle „Gran via“ oder „Sol“ genommen. Das ist am besten, wenn man direkt in die Innenstadt möchte.

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Zuerst sind wir erst mal ein wenig planlos im Stadtzentrum herumgelaufen und haben die Stadt erkundet. Nachdem wir unglaublich viele schöne Häuser bewundert hatten, sind wir auf eine typisch spanische Markthalle gestoßen. Da wir eh hungrig waren, haben wir uns durch die riesige Menschenmasse gedrängelt und verschiedenste Tapas ausprobiert.

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Wer lieber preiswert und in Ruhe essen möchte ist dort falsch, dennoch war es eine tolle und sehr spanische Erfahrung.
Danach sind wir wieder ein bisschen rumgelaufen und noch eine Gin Tonic trinken gegangen. Das ist ein Muss in Madrid. Denn Madrid ist nicht nur die Hauptstadt Spaniens, sondern auch die Hauptstadt des Gin Tonics.

P1000291(ich gebe es zu, wir hatten einen Verräter unter uns, der Pina Colada bestellt hat)

Da wir müde von der langen Fahrt waren, machten wir uns gegen zwölf auf den Weg zurück zum Hostel.
Nachdem wir ausgeschlafen hatten besichtigten wir die Stadt bei Tageslicht.
Wie vermutlich in jeder großen Stadt gibt es in Madrid auch diese roten hop on hop off Busse. Mit so einem Bus, sind wir dann für 16€ (wenn ich mich recht erinnere) einen Tag durch Madrid gefahren. So besichtigten wir das Rathaus, den Bahnhof, die Stierkampf Arena und alle möglichen anderen eindrucksvollen Gebäude.
Abends sind wir typisch spanisch essen gegangen. Es gab Paella, spanische Tortilla und natürlich Sangría.

Da Samstag war, beschlossen wir abends feiern zu gehen. Wir gingen in den vermutlich größten Club Madrids das Teatro Kapital (http://www.grupo-kapital.com/kapital/).
Dort gibt es sieben Floors. Deswegen ist für jeden Musikgeschmack was dabei und zwischendrin gab es auf dem untersten Hauptfloor sogar eine kleine Akrobatikshow. Dementsprechend ist der Eintritt nicht ganz billig. Wir hätten eigentlich über zwanzig Euro zahlen müssen. In der Schlange haben wir aber noch schnell nach einem Discount-Code gegoogelt und sind dann für 16 Euro inklusive ein Getränk rein gekommen. Das ist für so einen großen Club in Madrid ein fairer Preis. Der sich auch gelohnt hat, da wir bis um sechs oder sieben Uhr morgens geblieben sind.

Am nächsten Tag, haben wir einen Stierkampf besucht. Das spricht zwar ein wenig gegen meine Prinzipien. Allerdings es das ein wichtiger Teil der spanischen Kultur, den wir erleben wollten.
Es war ganz interessant und wir haben weniger als zwanzig Euro für die Karten bezahlt. Trotzdem möchte ich sowas ungern nochmal unterstützen.

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Abends sind wir dann was essen gegangen und noch ein wenig durch die Innenstadt geschlendert.
Da wir den Palacio Real bisher irgendwie verpasst hatten, mussten wir den natürlich noch besichtigen.

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Am Montag hatten wir gar nicht mehr so viel Zeit in Madrid.  Deshalb haben wir uns hauptsächlich in einem sehr schönen und großen Park aufgehalten. Ich kann mich leider nicht erinnern wie er heißt, er befindet sich aber in Fuß Nähe zur Innenstadt und ist echt schön.

 

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Dann mussten wir uns auch schon auf den Weg zur Bushaltestelle machen. Leider waren wir auch dieses Mal sehr verpeilt und haben wieder unseren Bus verpasst. Wir konnten zum Glück umbuchen und haben  einen Bus ca. drei Stunden später bekommen.
Morgens um fünf sind wir dann auch tatsächlich ohne weitere Probleme in Barcelona angekommen. Natürlich sehr erschöpft und übermüdet aber mit einer sehr schönen und besonderen Erfahrung mehr.

Mein Tipp, an alle die auch mal nach Madrid möchten: die Reise nicht drei Tage vorher buchen, sondern vielleicht lieber zwei Wochen und pünktlich am Busbahnhof sein. Aber vor allem: die Zeit genießen! Das haben ja schließlich sogar wir hinbekommen.

Katermusik

Ich bin neulich mit einem ziemlichen Kater aufgewacht.
Solange ich noch im Bett liegen blieb, war alles in Ordnung. Als ich dann allerdings mein Bett verlassen musste, überkam mich ein ziemlich starkes Schwindel- und Schwächegefühl. Leider musste ich zur Uni, also war im Bett bleiben keine Option.
Eigentlich hatte ich am vorigen Abend gar nicht so viel getrunken. Allerdings musste ich nach höchstens vier Stunden Schlaf schon wieder raus, da waren schon zwei Gin Tonic schwer zu verkraften.

Ich höre sehr gerne und fast immer Musik, deshalb versuchte ich mich, damit irgendwie zu motivieren. Allerdings waren alle Lieder entweder zu laut und unruhig und verstärkten meine Kopfschmerzen. Oder sie machten mich noch viel müder, als ich eh schon war.
Dazu kam erschwerend hinzu, dass ich kein Wasser mehr zu Hause hatte.
Zum Glück hatte ich den genialen Einfall mir frisch gepressten Orangensaft zu machen. Nach dem Saft und einem Kaffee ging es mir schon ein wenig besser.

Als ich mich auf den Weg zur Metro machte, kam wieder das Musik Problem auf. Auf dem Weg zur Uni hörte ich immer Musik.
Ich scrollte bestimmt dreimal durch meine Interpreten auf spotify.
Kurz vor dem Aufgeben stieß ich dann auf The Neighbourhood. Das ist eigentlich meine Lieblingsband, aber in letzter Zeit hatte ich die fünf Amerikaner irgendwie ein wenig vernachlässigt.

🌴® @schonmagazine
In diesem Moment wurde mir aber wieder klar, warum ich diese Band so mochte. Ihre Musik passt einfach immer. Egal in welcher Stimmung man ist. Auch, wenn man mal auf gar nichts Lust hatte. Ich fühlte mich wohl, umhüllt von der Musik. Ähnlich dem Gefühl im warmen weichen Bett eingekuschelt zu sein. Gemütlich.
Meiner Meinung wurde man den Liedern auch nie überdrüssig. Egal wie oft man sie schon gehört hatte. Das erste Album hat die Band vor ungefähr drei Jahren veröffentlicht und mir gefallen die Lieder immer noch.
In diesem Katermoment machte mich aber besonders das zweite Album sehr glücklich.

Es ist schwer den Stil der Band zu beschreiben. Wikipedia sagt das ist Alternative Rock. Diese Beschreibung ist mir ein wenig zu allgemein. Meiner Meinung nach klingt die Musik  ein bisschen so, als ob man sie durch Wasser hindurch hört. Ein „Wasserfilter“. Außerdem assoziiere ich mit the neighbourhood sofort die Farben Blau und Grau. Nicht im düsteren Sinne, sondern im positiven und gemütlichen Sinn.
Für diesen Moment war die Musik auf jeden Fall perfekt.
Aber auch jetzt während ich diesen Text schreibe, höre ich wieder the neighbourhood und es passt gut. Die Musik ist perfekt als Hintergrund Musik. Dennoch ist sie interessant genug, wenn man sie auch mal ganz bewusst hören möchte.

Die Band ist in Deutschland nicht allzu bekannt. Hier hat man höchstens mal von sweater weather gehört. Ich finde schon der Titel diesen Liedes strahlt Gemütlichkeit aus.
Falls euch die Band interessiert, dann hört euch auf jeden Fall mal sweather weather und vielleicht auch daddy issues an. Das sind meine persönlichen Favoriten.

Wenn ihr also mal einen Kater habt und euch leider nicht den ganzen Tag im Bett verkriechen könnt, dann motiviert euch mit Kaffee, frisch gepresstem Orangensaft und The Neighbourhood.

 

(Bild Quellen: thenbhd.com)

caffè mocha

Ich trinke schon seit einigen Jahren sehr gerne Kaffee. In letzter Zeit hat sich dieses „gerne trinken“ in regelrechte Begeisterung verwandelt. Nun trinke ich Kaffee nicht nur einfach so zum Wachwerden. Stattdessen genieße das Kaffetrinken richtig.

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Zu Weihnachten habe ich eine Handkaffeemühle (ich liebe „analogen Kaffee“) und ein Buch über Kaffee bekommen. In diesem Buch sind allgemeine Fakten, sowie sehr interessante und teilweise exotische Rezepte gesammelt.

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Natürlich habe ich schon viele Rezepte ausprobiert. Einer meiner Favoriten ist der sogenannte caffè mocha. Ich muss zugeben, der ist mir auch künstlerisch ganz gut gelungen. Die Anweisungen des Buchs habe ich nicht ganz genau befolgt, aber der Kaffee ist trotzdem sehr lecker geworden.
Der caffè mocha ist etwas für alle, die natürlich gerne Kaffee, aber auch Schokolade mögen.
Denn für das Getränk braucht man Espresso, aufgeschäumte Milch und Schokoladensoße.

Rezept für eine Person:
Zuerst muss die Schokoladensoße hergestellt werden: Das kann man nach Belieben machen. Ich habe zu gleichen Teilen dunkle und Vollmilchschokolade genommen und diese in einem Topf zusammen mit etwas Sahne geschmolzen.
In dem Buch wird die Soße mit Kakaopulver, Zucker und Wasser hergestellt. Aber meine Variante ist auch lecker.
Die fertige, noch heiße Soße wird dann in ein Glas gegeben. Die Menge hängt natürlich ganz von eurem Geschmack ab, ich habe das Glas ungefähr einen Fingerbreit gefüllt.
Darauf kommt dann die aufgeschäumte Milch (Milch lässt sich am besten warm aufschäumen). Die Milch bis kurz unter den Rand des Glases füllen. Der Milchschaum muss wirklich fest sein, ansonsten vermischt sich die Milch mit der Schokolade. Am besten die aufgeschäumte Milch nicht direkt aus dem Kännchen gießen sondern mit einem Löffel abschöpfen und in das Glas geben (manchmal bleibt unten im Gefäß flüssige Milch zurück).
Zum Schluss wird dann der Espresso aufgegossen und langsam auf beziehungsweise in den Milchschaum gegeben.

Das Ergebnis sah bei mir dann so aus:

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Ich wünsche euch viel Spaß beim Ausprobieren und guten Appetit!

auf der Straße gefunden

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 La calle es el museo del mundo.

(Die Straße ist das Museum der Welt)

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aufgenommen in Barcelona, Gràcia

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