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späti story: „Berliner Luft“ und Eier

 

Ich arbeite neben meines Studiums bei einem Späti. Logischerweise arbeite ich deshalb nachts und manchmal begegnen einem da schon merkwürdige Leute, oder es passieren lustige Dinge. Natürlich nichts Welt bewegendes aber vielleicht das ein oder andere unterhaltsame Erlebnis. Hier das erste…

Freitagabend irgendwann nach 23:00 Uhr:

„Zurück in die Zukunft“ war leider gerade vorbei (ja ich genieße das Privileg fern bei der Arbeit schauen zu können) und langsam lief nur noch Scheiß im Fernsehen. Wie das halt so ist, bei fortgeschrittener Stunde. Zum Glück war meine Schicht bald zu Ende.

Ein junger Hipster, ganz in Grau, kam rein und kaufte zwei Augustiner und Zigaretten -typisch. Eine Minute nachdem er den Laden verlassen hatte, kam er schon wieder und fragte mich ob ich „Berliner Luft“ hätte. Davon hatte ich noch nie was gehört. Vielleicht bin ich einfach schlecht informiert, aber hier in Weimar gibt es eher weniger Berliner Luft. Dafür ist die Entfernung dann doch zu groß.

Hier gibt es eben eher Weimarer Luft, oder Pfeffi, den der Hipster dann mitnahm. Ich hab zwar das Gefühl, dass Berliner Luft irgendwie cooler ist als Nordhäuser Pfeffi, aber wer weiß…

Auf den Berliner Luft Hipster folgten einige nette bis ereignislose Kunden.

Kurz vor Ende meiner Schicht kam mein Kollege, um mich abzulösen. Er blieb in der Tür stehen und zeigte auf die andere Straßenseite. Wir traten vor den Laden und beobachteten eine mittel alte Frau, die Eier an die gegenüberliegende Hauswand warf – gegen das Büro der CDU wohlgemerkt. Die Vandaliererin schien uns bemerkt zu haben und zeterte irgendwas Unverständliches, leicht verrückt Klingendes. Ich bekam langsam Schiss, dass wir auch gleich mit Eiern beworfen wurden, also nahm ich lieber wieder meinen Platz hinter der Kasse ein.

Die restliche Schicht verlief ruhig, als ich jedoch den Laden verließ,  wurde ich von einem Polizisten angesprochen. Da merkt man mal, wie viel hier in Weimar so los ist, wenn da gleich bei ein paar geworfenen Eiern die Polizei anrückt. Nachdem ich meinen Namen genannt hatte und beschrieben, was ich beobachtet hatte durfte ich aber dann zum Glück gehen. Kein Verhör auf der Polizeiwache.

Ein ganz normaler Abend in „Weimars ersten und einzigen Späti“. War mir aber dann doch lieber als irgendwelche Putschversuche oder Terroristen.

Die Eierschalen klebten übrigens am Samstag immer noch an der CDU.

Der Wandel des Fotojournalismus

Für ein Seminar an der Uni habe ich einen Blogeintrag zu dem Thema Fotojournalismus geschrieben. Das ist mal bisschen was anderes und eher wissenschaftlich, aber ich dachte ich veröffentliche das trotzdem mal hier:

Im Journalismus spielen besonders die Bilder eine wichtige Rolle, denn sie implizieren Wahrheitsgehalt. Das lässt sich mit Dubois belegen: „Es herrscht so etwas wie eine grundsätzliche Übereinstimmung darüber, dass das fotografische Dokument die Welt getreu wiedergibt. [Das] beruht auf dem Wissen vom sogenannten Automatismus seiner technischen Genese.“ Deshalb werde ich die Entwicklung des Fotojournalismus im digitalen und vernetzten Zeitalter analysieren. Hierbei spielt der citizen journalism eine zentrale Rolle. Damit geht die Frage einher: sorgt das Internet für mehr Demokratie und Gleichheit?

Der Digitalisierungsprozess des Fotojournalismus begann Ende der 1980iger Jahre als die ersten Digitalkameras auf den Markt kamen. Diese wurden zunächst nur von professionellen Fotografen benutzt, da die Technik sehr teuer war. Die digital erzeugten Bilder konnten schneller be- und verarbeitet werden. 1990 erweiterte das Internet die bisherigen Datenbanken, was die Verbreitung erleichterte. Anfang des 21. Jahrhunderts kam es dann zu einem zweiten Digitalisierungsschub, da die Technik nun auch für Privatpersonen erschwinglich wurde (vgl. Grittmann 2008: 19 ff).Das Aufkommen des Smartphones intensivierte diese Entwicklung. Im Februar 2015 besaßen ungefähr 45,6 Millionen Deutsche ein Smartphone und es wird erwartet, dass diese Zahl steigt. Aufgrund dieser  Verbreitung haben viele Menschen die Möglichkeit günstig, einfach und schnell Fotos zu machen. Denn die meisten haben ihr Handy immer dabei und können sofort Fotos oder Videos von interessanten Ereignissen machen. So ist das Phänomen des Citizen Journalism entstanden.

In seinem Aufsatz Videotech beschreibt John Fiske ausgehend vom Rodney King Video eine der ersten Formen des Bürgerjournalimus. Dieses Amateurvideo zeigt, wie der Afroamerikaner Rodney King 1991 brutal von Polizisten geschlagen getreten und schließlich verhaftet wird Rodney King Video. Aufgrund des Videos mussten sich die Polizeibeamten vor Gericht verantworten. Laut Fiske markiert dieses Video einen Umbruch. Dieser besteht darin, dass sich nun die Bürger gegen Staatsgewalt und einseitige Berichterstattung der Medien mit ihrer Kamera wehren können (vgl. Fiske 1998: S. 153). Seitdem gab es weitere Vorfälle, bei denen ein Camcordervideo als Beweismaterial angeführt wurde. Daraus entwickelten sich sogenannte videoguerillas oder videoactivists, die ihre Kameras nutzten um soziale Kritik zu üben. Diese Aktivisten überwachten sowohl die Polizei als auch Fernsehteams. Während des Golf Krieges zum Beispiel wich die Berichterstattung der Massenmedien wenig von der Meinung der Regierung ab und es gab kaum kritisches Material. Also rief eine Organisation von Videoaktivisten dazu auf, unabhängige Informationen einzuschicken. Daraufhin sendeten Bürger hunderte von Kassetten mit regierungskritischem Material ein. Fiske kommt zu dem Schluss, dass die kleinen und handlichen Camcorder eine ideale Waffe sind, um die Polizei und die klassischen Massenmedien zu überwachen (vgl. ebd.: S.159 ff.).
Das lässt sich sehr gut auf das noch handlichere Smartphone mit seiner integrierten Kamera übertragen. Hinzu kommt, dass heutzutage (ca. 25 Jahre später) das Foto und Video Material sehr viel schneller verbreitet werden kann und eine größere Reichweite hat.

Citizen Journalism zeichnet sich also dadurch aus, dass quasi jeder als Fotojournalist agieren kann. Das sorgt für Demokratisierung. Dieses Argument lässt sich aus Habermas’ Begriff der deliberitären Demokratie ableiten. Demnach ist der öffentliche Diskurs Voraussetzung für die Demokratie und das Internet bietet neuen Raum dafür.
Außerdem werden etablierte Medieninstitute geschwächt. Das lässt sich wieder mit Habermas belegen: „Die Nutzung des Internet hat die Kommunikationszusammenhänge zugleich erweitert und fragmentiert. Deshalb übt das Internet (…) eine subversive Wirkung auf autoritäre Öffentlichkeitsregime aus“ (Habermas 2005).

Die Hoffnung auf mehr politische Partizipation, die mit dem Aufkommen des Internet einherging, ist jedoch inzwischen ein wenig abgeflaut. Es gibt zwar mehr Platz für Diskurse durch das Internet, allerdings sind diese selten politisch relevant (vgl. Lovink 2012: S. 10). Außerdem sorgen zum Beispiel die Personalisierungsalgorithmen (anhand von Verlauf und Standort) von Google, dass wir in einer filter bubble surfen. Das Problem ist, dass diese Individualisierung nicht von dem Benutzer, sondern vom Medium selber aus geht (vgl. Esposito 2013: S. 239). So entsteht eine Informationsungleichheit.

Was passiert mit den bereits etablierten Medienunternehmen?
Darauf könnte man ganz einfach mit Lovink antworten: „Heute ist das Fernsehen zu langsam, und so greifen die Nachrichten bei sekundenaktuellen Informationen auf Twitter zurück“ ( Lovink 2012: S.21). Die traditionellen Nachrichten verschwinden also nicht, sondern verlagern sich immer mehr ins Internet (vgl. Esposito 2013: S. 241).

Zudem arbeiten viele etablierte Medieninstitutionen mit Amateur-Journalisten zusammen. Das war zum Beispiel bei den London Bombings 2005 der Fall. Am Tag der Ereignisse gingen bei der BBC nach eigenen Angaben 300 Fotos von Privatleuten ein.

Underground

Quelle: BBC

Seit 2006 griffen deutsche Printmedien wie die Saarbrücker Zeitung oder die Bild diesen Trend auf und forderten ihre Leser auf, eigene Bilder einzuschicken (vgl. Grittmann).

Abschließend möchte ich auf die Rolle des Fotos im Internet eingehen. Denn das Bild ist im Internet nicht nur aufgrund seines Wahrheitsgehalts besonders wichtig, sondern auch, weil es besonders schnell wirkt. Das ist essentiell, denn das Internet ist von Schnelligkeit geprägt (vgl. Herzau 2012).

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Internet nicht zu so viel mehr  Demokratie und Gleichheit geführt hat, als zu Beginn erhofft. Dennoch eröffnet das Internet neue Partizipationsmöglichkeiten, die sowohl für die Bürger als auch auf für die Institutionen neue Chancen bieten. Dem Foto kommt in dieser Entwicklung eine besondere Rolle zu, die sich aus impliziertem Wahrheitsgehalt und seiner schnellen Wirkung zusammensetzt.

Falls euch solche Texte interessieren verlinke ich euch hier den Link zu dem Blog von unserem Seminar: Vernetzte Bildmedien. Dort werde im Laufe der nächsten Wochen noch mehr Beiträge zum Thema Fotografie und Digitalisierung hochgeladen.

Flashback: Streetart Barcelona

Meine Zeit in Barcelona liegt jetzt schon eine Weile zurück. Ich habe aber in meiner letzten Woche dort an einer Streetart Tour mitgemacht und wollte einige der Bilder mit euch teilen.

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Graffiti von konair der hauptsächlich Eismotive sprayt

 

 

Stencils von der peruanischen Künstlerin Bronik

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Stencil von dem katalanischen Künstler Rice

 

 

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Mosaikbild von dem Pariser Künstler space invader

 

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Interessant finde ich nicht nur, dass verschiedenste Techniken, Stile und Farben verwendet wurden, sondern dass man auf so viele Künstler von überall auf der Welt trifft.

 

Auslandssemester 3.0 / Ende

Wenn ihr meinen Blog ein bisschen verfolgt habt, dann habt ihr wahrscheinlich auch mitbekommen, dass ich ein Auslandssemester in Barcelona gemacht habe. Dieses Auslandssemester ist nun seit gut einem Monat zu Ende und ich bin wieder in Deutschland. Hier kommt also der letzte Beitrag zu meinem Erasmus Aufenthalt in Spanien.

Die letzte Woche in Barcelona verbrachte ich wie vorhergesagt mit den Dingen, die ich bisher noch nicht geschafft hatte zu machen. Da keine Uni mehr war, hatte ich genug Zeit dafür.

Ich nahm an einer Streetarttour teil, die sehr empfehlenswert ist. Besonders wenn man Graffitis mag, so wie ich. Link zur Tour http://barcelonastreetstyletour.com/. Anders als auf der Webseite beschrieben war die Tour zum Glück auf Englisch.

 

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cut out von bronik
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Graffiti von verschiedenen Künstlern

 

Da ich mich nun schon eh wie der typische Tourist verhielt, beschloss ich auch noch ins Museum zu gehen. Und zwar in das MACBA (unter Skatern eher für die Rampen und Treppen davor bekannt), das einige Interessante Ausstellungen zu bieten hat. Ich sah mir eine Ausstellung an, in der hauptsächlich Fotografien von Barcelona, die in den 60iger Jahren entstanden sind, gezeigt wurde. Da ich nun schon eine Weile in Barcelona gelebt hatte und einige Plätze wiedererkannte, war das natürlich besonders interessant.

eines der Bilder von Xavier Miserachs, das mich am meisten beeindruckt hat

Das war’s dann aber auch schon wieder mit dem Touri-Programm. Ich genoss meine freie Zeit, versuchte so viel wie möglich mit meinen Freunden  zu machen und suchte noch einmal mein Lieblingscafé zum letzten Mal auf.
Ich versuchte so viele Sonnenstrahlen wie möglich zu sammeln (in Deutschland weiß man ja nie…) und musste dann zusehen, dass ich meine ganzen Klamotten und anderen Sachen untergebracht bekam.

Ich hatte einen riesen Koffer und einen Rucksack. Meine Mutter hatte zum Glück schon einen Koffer mitgenommen als sie zu Besuch war. Mein Koffer, in den ich locker selber gepasst hätte, war aber trotzdem noch sehr groß und schwer.

Mein Flug ging um Samstag um sieben Uhr morgens, also musste ich irgendwann früh morgens mit dem Nachtbus zum Flughafen fahren. Da mir das mit dem Gepäck viel zu stressig war, brachte ich meinen Koffer schon einen Tag vorher zum Flughafen. Zum Glück, denn ich hatte einige Transportschwierigkeiten. Besonders bei den Metro Haltestellen ohne Aufzug. Aber netterweise halfen mir deutsche und französische Touristen. Obwohl der Franzose selber ein wenig überfordert war und wir den Koffer dann zusammen trugen.

Den Karfreitag verbrachte ich noch in Barcelona und sah mir die sehr katholische Karfreitagsprozession an. Da ich wenig, bis gar nicht religiös bin, erschienen mir die barfüßigen, vermummten Gestalten ein wenig befremdlich.

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Leider habe ich kein besseres Foto, aber vielleicht kann man sich ja auch so  vorstellen, wie die Prozession war.

Abends, beschloss ich dann erst gar nicht schlafen zu gehen, aus Angst meinen Flieger zu verpassen. Also blieb ich irgendwie bis halb vier wach und machte mich dann auf den Weg zum Flughafen. Der Busfahrer war super gut drauf, trotz der frühen Stunde, und begrüßte jeden Fahrgast freundlich mit „Hola, Buenos días“. Das konnte meine Nervosität allerdings auch nicht mindern, denn ich hatte ziemliche Panik etwas vergessen zu haben.

Sehr pünktlich kam ich am Flughafen an und durfte erst mal 60€ extra bezahlen, da ich fünf Kilo Übergepäck hatte. Aber irgendwas da lassen war nun mal keine Option. Bei einem Billigflieger wie vueling war das eigentlich auch keine große Überraschung.
Immerhin hatte ich im Flugzeug dann eine Sitzreihe für mich und konnte ausgestreckt ein wenig schlafen. Da ich beim Fliegen allerdings immer ein wenig nervös bin und mich das Gefühl etwas vergessen zu haben immer noch nicht ganz verlassen hatte, konnte ich mich nicht vollkommen entspannen.

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Wohlbehalten kam ich dann in Frankfurt an und überließ den Rest der Reise meinem Freund, der mich zum Glück abholte.

Inzwischen bin ich schon seit vier Wochen wieder in Deutschland und  habe mich einigermaßen wieder eingelebt. In meiner Wohnung, die ich für das halbe Jahr untervermietet hatte, war alles weitestgehend in Ordnung. Ich musste nur sieben (teilweise sehr schwere) Kisten aus dem Keller hochtragen und ausräumen.
In Weimar, wo ich studiere, hat sich kaum etwas verändert und die Uni ist inzwischen auch wieder in vollem Gange.
Wenn ich rückblickend auf meine Zeit in Barcelona blicke, dann war es auf jede Fall eine spannende, schöne, aber auch manchmal schwierige Zeit. Ich bin sehr froh, das Auslandssemester gemacht zu haben. Denn ich habe gelernt, eigenständig und unabhängiger zu sein und viele neue Leute und Kulturen kennen gelernt.
Es war anders als gedacht, sehr aufregend, aber doch nicht so aufregend wie ich zuerst gedacht hatte. Auf jeden Fall bin ich glücklich, diese Erfahrung gemacht zu haben.

Wenn ihr also die Möglichkeit habt eine Weile im Ausland zu verbringen, würde ich das auf jeden Fall empfehlen.

Schlaf

Weiches Weiß
Flauschige Federn
Lautes Gähnen
Wohliges Seufzen

Ein  Körper der sich in  einem Berg  aus  Kissen vergräbt
Die Realität wird von Träumen abgelöst
Geschichten die keinen Sinn ergeben
Wirre Versionen von dem was am Tag geschah

Sechs Stunden, acht Stunden, zehn Stunden

Ruhe für  den  Körper
Erholung  für  die Seele   Erleichterung für das Gehirn

Ob REM oder  Non-REM Paralysiert  oder  sinnfreie Dinge sprechend
In Tokio oder  in der  Antarktis

Wir tun es immer wieder
Und verbringen damit die meiste Zeit unseres Lebens:

Schlaf

Streetart: Dosenkunst

Wer schon mal in Barcelona im Viertel „El Raval“ war, dem sind vielleicht die bunten Dosen aufgefallen, die an manchen Hauswänden kleben. Ich habe einige von ihnen entdeckt und beschlossen eine kleine Fotoserie daraus zu machen.
In „El Raval“ findet man sehr viel Streetart, besonders Graffitis, aber eben auch Dosenkunst. Ich hab herausgefunden, dass dieser Künstler nicht auf Suche nach Aufmerksamkeit ist, wie viele andere Streetart Künstler. Es ist dementsprechend nicht viel über in bekannt. Ich habe jedoch erfahren, dass er mit seiner Kunst lediglich das Stadtbild verschönern möchte und den Menschen ein positives Gefühl mit seinen Dosensprüchen vermitteln will.

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“ A lo loco se vive mejor“ heißt auf Deutsch „verrückt lebt es sich besser“ 

 

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„I’m doing nothing“

 

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„Dream Big“

 

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„Sabor a mi“ bedeutet so viel wie „nach meinem Geschmack“

 

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„La cabeza en las nubes y los bolsill llenos de suenos“ würde ich mit „den Kopf in den Wolken und die Taschen voller Träume“ übersetzen

 

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„Don’t Worry“

 

Bei mir ist das positive Gefühl auf jeden Fall  angekommen. Vielleicht gefallen euch die Dosensprüche ja genauso wie mir. Also falls ihr mal nach Barcelona kommt, haltet Ausschau nach ihnen!

 

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„Smile“

Auslandssemester: Fortsetzung 2.0

Hier kommt die nächste Fortsetzung über Auslandssemester. Dieses Mal geht es um Chaos mit meinen Unikursen und einen Umzug…Viel Spaß.

Nach Weihnachten fing dann Mitte Januar die Uni wieder an. Ich hatte meine Kurse schon im Sommer gewählt und ich fand heraus, dass sich einige zeitlich überschnitten. Bei anderen stellte sich wieder heraus, dass sie auf Katalanisch waren. Also musste ich mehr oder weniger meinen kompletten Stundenplan für das zweite Trimester  ändern.
Eine Woche lang besuchte ich verschieden Kurse, überlegte, schrieb mich um und bewarb mich für neue Kurse. Aufgrund meiner Verpeiltheit verpasste ich ein paar Mal die erste Veranstaltung. Nach zwei Wochen hatte ich dann aber alles endgültig geklärt. Nun waren zum Glück alle meine Kurse auf Englisch. Ich nahm an zwei Journalismus Kursen teil und an einem PR Kurs. Zusätzlich dazu machte ich wieder einen Spanisch Kurs.
In den ersten paar Wochen lernte ich viele neue Erasmus Studenten kennen, die erst dieses Jahr in Barcelona angekommen sind. Meine Kurse machten mir mehr Spaß als im letzten Trimester. Allerdings ging mir der PR Kurs nach einer Weile ziemlich auf die Nerven. Der Kurs Journalism specialized in culture gefiel mir aber dafür umso besser und ich hatte die Möglichkeit jede Woche eine journalistischen Essay über ein kulturelles Thema zu verfassen.

In meinem letzten Eintrag über mein Auslandssemester habe ich beschrieben, dass wir „Probleme“ mit dem Strom hatte. Deshalb bezogen wir seit November nicht ganz legal unseren Strom. Das schien unseren Vermieter allmählich ein bisschen nervös zu machen und er teilte uns Ende Februar mit, dass wir innerhalb eines Monats ausziehen müssen.
Ich habe kaum Ahnung von spanischen Gesetzen, aber ich war mir ziemlich sicher, dass wir nichts gegen die Entscheidung unseres Vermieters machen konnten.
Also musste ich mir für den März eine neue Wohnung suchen. Das war gar nicht so einfach, denn ich brauchte nur etwas für einen Monat und niemand vermietet ein Zimmer für so kurze Zeit. Also suchte ich auf Airbnb und wurde  innerhalb von ein paar Tagen fündig. Aus Angst, dass ich sonst keine andere Wohnung mehr bekam, buchte ich ein Zimmer in einer Airbnb WG in El Born. Ein sehr schönes altes Viertel, zwar leider mit ein paar zu viele Touris aber dennoch sehr schön.

Ende Februar kam mich dann mein Freund besuchen. Wir verbrachten noch ein paar Tage in der alten Wohnung in Eixample, dann zogen wir zusammen um. Ich hatte riesen Glück, dass ich nicht alleine war, denn meinen riesigen Koffer, der bestimm 25 Kilo wog und die anderen Taschen hätte ich nie alleine tragen können. Nach einer etwas anstrengenden Metrofahrt (aufgrund des Gepäcks) kamen wir dann in El Born an. Natürlich gab es keinen Aufzug und nur eine sehr schmale Treppe. Das war nicht so spaßig mit dem Gepäck, besonders nicht für meinen Freund, der meinen großen Koffer schleppen durfte.
Oben angekommen wurden wir von einer Spanierin begrüßt, die gerade ausreichend Englisch sprach, um uns die Wohnung zu zeigen. Auf den ersten Blick schien alles ganz in Ordnung, die Wohnung war ziemlich alt und schön.

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Nachdem wir jedoch eine Weile allein waren fiel uns auf, dass meine Zimmertür nicht richtig schließt. Wir probierten rum und rüttelten an der Tür, aber es half alles nichts. Ich würde also für einen Monate mit einer kaputten Tür klar kommen müssen. Juhuu.

Mit meinem Freund habe ich dann noch ein bisschen Sightseeing gemacht und unsere Nachbarschaft erkundet.

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Passeig del Born, an dem auch meine Wohnung ist
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nahegelegener Park de la Ciutadella
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mit dem Arc de Triomf

Inzwischen wohne ich schon eine Weile in der Wohnung und ich habe mich mit der Situation arrangiert. Wirklich was daran ändern kann ich nicht.  Ist schon ein bisschen merkwürdig mit Fremden zu wohnen, besonders wenn die Tür nicht richtig schließt. Aber ich habe schon einige nette Gäste kennen gelernt.

Letzte Woche hatte ich meine letzten Abgabetermine und Klausuren. Und nächsten Samstag geht es schon zurück nach Deutschland. Diese Woche werde ich  all die Dinge in Barcelona machen, die ich bisher noch nicht geschafft habe. Und meine letzten Tage hier genießen.

Ich denke ich werde nach diesem Eintrag noch einen Abschlussbeitrag zu meinen Auslandssemester machen, also bleibt dran.

Erdbeersmoothie

Ich war neulich einkaufen und lief nichtsahnend durch den Supermarkt. Da sah ich einen riesigenn Stand voller Erdbeeren. „Sind bestimmt vom anderen Ende der Welt“, dachte ich mir, sah mir die Früchte aber trotzdem genauer an. Sie waren aus Spanien und kosteten nur drei Euro das Kilo, da musste ich natürlich zugreifen. Heimische, günstige Erdbeeren und das schon jetzt!

Ich wusste gar nicht so richtig wohin mit den ganzen Erdbeeren, also beschloss ich einige davon in einen Smoothie zu verwandeln. Das Ergebnis war sehr sommerlich und lecker.
Es tut mir für alle leid, die im Moment noch keine frischen Erdbeeren bekommen. Das Rezept klappt aber bestimmt auch sehr gut mit eingefrorenen. Ansonsten einfach noch ein bisschen warten.

Zutaten:
-mindesten eine Hand voll Erdbeeren
-eine Kaki
-eine halbe Avocado, das macht den Smoothie schön cremig
-eine Banane
-Milch (sehr gut passt Vanillesojamilch)

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Viel Spaß beim Ausprobieren und guten Appetit !

Auslandssemester: Fortsetzung 1.0

Vor einer Weile habe ich den Anfang von meinem Auslandssemester beschrieben. Hier kommt nun die Fortsetzung davon. Das ist zwar teilweise schon ein bisschen her, trotzdem hoffe ich, dass es interessant ist.

Ich hatte erst mal drei Tage frei, bevor die Uni Einführungswoche anfing. In diesen Tagen richtete ich mich hauptsächlich in meiner Wohnung ein und erkundete die Umgebung. Ich fand sogar direkt um die Ecke einen Lidl.
Meine Wohnung befindet sich in Eixample direkt in der Nähe vom Plaça Universitat und nur zehn Minuten vom Plaça Catalunya entfernt. Die Lage ist echt zentral und die Atmosphäre in Eixample sehr schön.

mein Haus
das Haus in dem ich wohne

 

 

Nachbarhaus
das Nachbarhaus auf das ich ein wenig neidisch bin
EIngan
meine Eingangstür

Auch meine zwei Mitbewohner lernte ich etwas näher kennen. Meine Mitbewohnerin kommt aus Budapest und macht im Moment ihren Doktor, mein Mitbewohner kommt aus Bulgarien und macht seinen Master in Architektur.

Am Dienstag fing dann die Einführungswoche von der Uni an. Zu erst gab es eine organisatorische Infoveranstaltung. Ich wusste nicht genau, wo ich hin musste und orientierte mich hauptsächlich mit Google Maps. Natürlich kam ich zu spät. An der Uni angekommen wusste ich wieder nicht, wo ich hin musste. Zum Glück fand ich eine andere Erasmus Studentin und wir machten uns zusammen auf die Suche. Letztendlich haben wir die Infoveranstaltung dann gefunden und kamen nur ein bisschen zu spät.
Während der Veranstaltung war ich ein wenig überwältigt von den vielen neuen Informationen und konnte nur die Hälfte behalten.
Danach sortierten wir uns nach Fakultäten und ein einheimischer Student zeigte mir und meinen anderen Kommilitonen unseren Campus. Schon auf den ersten Blick fand ich den Campus wunderschön. Eine Mischung aus alter, jedoch renovierter Fabrik und zwei modernen Gebäuden.
Uni 2

Damit endete dann zum Glück schon der organisatorische Teil. Im Laufe des Tages hatte ich mich schon mit einigen Leuten unterhalten, darunter auch mit vielen nette Studenten. Wir gingen noch eine Kleinigkeit essen, dann machte ich mich erschöpft auf den Weg nach Hause. Es waren eben doch sehr viele neue Eindrücke.

In den nächsten vier Tagen folgten Aktivitäten, um die Stadt und die anderen Studenten kennen zu lernen. Es gab Stadtführungen, Speedfriending (so wie Speed-Dating, nur um eben Freunde zu finden) und einen Karaoke Abend. Wir trafen uns ein bis zwei Mal in einer Bar und gingen dann in die Disco. So lernte ich schnell noch mehr Leute kennen und schloss erste Freundschaften.

In der darauffolgenden Woche ging die Uni dann so richtig los. An meiner Uni hier in Spanien ist das Jahr in Trimester aufgeteilt. Ich mache das erste und zweite Trimester.  Das erste Trimester geht von September bis Weihnachten und das zweite fängt nach Weihnachten an und geht dann bis Ostern.
Im ersten Trimester hatte ich nur zwei Kurse und einen Sprachkurs. Das lag hauptsächlich daran, dass es wenige Kurse auf Englisch und Spanisch gibt.

Ziemlich aufgeregt ging ich also am Montag zu meinem ersten Kurs Journalism specialized in science. Die beiden Lehrer wirkten sehr nett. Allerdings fand ich heraus, dass der Kurs auf Spanisch gehalten wird, obwohl mir im Voraus versichert wurde, dass er auf Englisch sein würde. Die journalistischen Texte konnte ich jedoch zum Glück auf Englisch schreiben. Für den Rest würde mein Spanisch schon ausreichen. Die erste Herausforderung war also mit einem kleinen Rückschlag gemeistert.

Am Abend hatte ich dann schon gleich meinen anderen Kurs, Thema:  serielles Erzählen. Dort erlebte ich die nächste Herausforderung: Der Lehrer redete die ganze Zeit auf Katalanisch, obwohl der Kurs angeblich auf Spanisch stattfinden sollte. Nach der Pause meldete ich mich und versuchte in schlechtem Spanisch ungefähr sechzig Studenten zu erklären, dass ich kein Wort Katalanisch spreche. Der Lehrer und die anderen Studenten waren jedoch sehr hilfsbereit und damit einverstanden, dass wir den Kurs in Zukunft auf Spanisch machen werden. Das war mir natürlich ziemlich unangenehm, aber ich war sehr froh, dass der Kurs nun auf Spanisch stattfand.

In meinem beiden Kursen war ich abgesehen von einer Studentin, die fließend Spanisch spricht die einzige Erasmusstudentin und ich kam mir ein wenig verloren vor. Das wurde aber mit der Zeit immer besser und ich gewöhnte mich an die laute und lebhafte Art der Katalanen.

In der ersten Woche musste ich noch ein paar organisatorische Dinge erledigen und ein paar Dokumente zwischen Spanien und Deutschland hin und her schicken, damit mir die Kurse in Spanien am Ende auch angerechnet wurden.

Im Spanischkurs, der eine Woche darauf begann fühlte ich mich wohler als in den anderen zwei Kursen. Denn dort waren wir ja alle Ausländer und eine meine Freundinnen, die ich schon gefunden hatte war auch in dem Kurs.

Es wäre langweilig jede einzelne Woche zu beschreiben, deswegen kommt jetzt eher eine grobe Zusammenfassung. Mein erstes Trimester verbrachte ich damit, Spanisch zu lernen und mich an die Art der Katalanen zu gewöhnen.

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selbst zusammen gestellte spanische Spezialitäte

Der Kurs über das serielle Erzählen, was soviel bedeutet wie Serien analysieren, viel mir ein bisschen schwer. Mein Spanisch ist zwar relativ gut, aber auf Spanisch dann zu studieren ist doch etwas anderes. Der Journalismus Kurs machte mir sehr viel Spaß und dort war die Sprache auch nicht so problematisch.
Meine Freizeit verbrachte ich damit an den Strand zugehen, zumindest noch bis Oktober, danach war es dann zu kalt.

Strand

Außerdem erkundete ich die Stadt weiterhin, festigte meine anfangs losen Freundschaften und ging auch öfter mal abends weg. Entweder auf WG Parties, in eine Bar oder ab und zu in die Disco. In einer Stadt wie Barcelona hält man es eben nicht lange drinnen aus. Zumal ich großes Glück mit dem Wetter hatte und es drei Monate nicht regnete, obwohl es allmählich Winter wurde. Ein paar Mal ging ich auch ins Museum (das CCCB hat häufig interessanten Ausstellungen) und sah die Sagrada Familia zum ersten Mal von innen.

Irgendwann im November fiel bei uns in der Wohnung der Strom aus. Meine Mitbewohnerin, die sich sonst um solche Dinge kümmerte war gerade in Budapest. Sie rief von Ungarn aus den Elektriker an und ich ließ ihn dann in die Wohnung. Er erklärte mir, dass uns der Strom von der Stromfirma abgedreht wurde. Der Vermieter der Wohnung war nicht erreichbar und so beschlossen meine Mitbewohner und ich einen nicht ganz legalen Weg zu gehen, damit wir nicht im dunklen saßen. Ich gab dem Elektriker achtzig Euro, er baute den Stomzähler aus und der Strom ging wieder. Ich hatte ein bisschen mulmiges Gefühl, aber in dem Moment wollte ich einfach nur wieder Licht und warmes Wasser haben.

Die erste Hälfte meines Auslandsaufenthalts ging schneller rum als ich erwartete hätte und schon bald standen die Abschlussprüfungen an. Den Journalismus Kurs bestand ich mit acht von zehn Punkten, was mich sehr stolz machte. Bei dem anderen Kurs hatte ich so meine Probleme mit der Klausur aufgrund der Sprache, aber ich bestand. Auch den Spanisch Kurs bestand ich und hatte nun Sprachniveau B2.

Die Vorweihnachtszeit in Barcelona war sehr schön, da überall bunte Lichter und Weihnachtsdeko hingen. Allerdings kam ich trotzdem nicht so richtig in Weihnachtsstimmung. Vielleicht lag es daran, dass es immer noch zwischen zehn und fünfzehn Grad lagen, oder einfach, dass zu Weihnachten meine Familie und meine Heimat dazugehört.
Ich hatte aber über Weihnachten ein paar Tage frei und konnte nach Deutschland fliegen. Nach drei Monaten Spanien war es auch wieder sehr schön in Deutschland bei meiner Familie zu sein.

Die nächste Fortsetzung wird dieses Mal schneller kommen, also bleibt dran 🙂

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